Corona verzögert wesentliche Einzelprojekte

Stillstand am Sandstrand - Es hakt im Erlebensraum Lippeaue

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Auf 500 Meter soll sich der Lippestrand des "Erlebensraumes" in Hamm künftig erstrecken. Aktuell ruhen die Arbeiten daran allerdings.

Die Corona-Problematik erzwingt auf Hamms räumlich größter Baustelle zwischen Bahndamm und Fährstraße Verzögerungen bei zwei besonders augenfälligen Projekten: beim Lippestrand und beim Deichneubau.

Hamm – Während die ersten Spaziergänger und Hundefreunde den künftigen Lippestrand unweit der Münsterstraße schon für sich entdeckt haben, sind die Arbeiten dort bis auf Weiteres ausgesetzt. Rund 60 Prozent dieses Geländes sind bereits freigelegt und lassen die Dimension des Vorzeigeprojekts bereits mehr als erahnen. Weil die dort befindlichen Bombenverdachtspunkte wegen der Corona-Lage nach wie vor nicht untersucht werden können – dabei geht es um derzeit nicht durchführbare Evakuierungsvorgänge – können die Arbeiten erst fortgesetzt werden, wenn das Land die rechtlichen Voraussetzungen dafür wieder hergestellt hat und die Bezirksregierung entsprechende der Stadt Signale gibt. Der aktuelle Stillstand werde sich „wohl verzögernd auf auswirken“, ergänzt ein Stadtsprecher auf Nachfrage.

Der Strandbereich soll sich nach Fertigstellung auf etwa 500 Meter Breite erstrecken.

Spundwand für neuen Deich später

Auch entlang des längst sauber konstruierten neuen Deichabschnitts im östlichen Bereich tut sich derzeit wider Erwarten nichts. Ursprünglich sollte die festigende Spundwand des Konstrukts ab Mai eingesetzt werden, doch steht für den Start dieser Arbeiten nun August im Kalender. „Aufgrund der aktuellen Situation wurde der Bauablauf umgestellt“, macht der Stadtsprecher deutlich. Mit einem Verzug des Endtermins sei nach jetzigem Stand aber nicht zu rechnen.

Wegen der Verzögerungen wird der alte Deich für Fußgänger und Radfahrer nunmehr länger zu nutzen sein als bislang geplant.

Bewegung bei der Kläranlage

Mehr Bewegung gibt es indes beim Thema Kläranlage Mattenbecke. So soll der provisorische Umschluss des Auslaufs in der Mitte des Erlebensraum-Areals in der kommenden Woche erfolgen. Der endgültige Umschluss nach Fertigstellung des letzten Kanalabschnitts (70 Meter) mit den dazugehörigen Schachtbauwerken soll im September erfolgen. Danach kann der bisherige offene Ablauf in die Lippe inmitten des Lippestrandbereichs nach und nach verschwinden.

Die Fertigstellung des von der Stadt und dem Lippeverband gemeinsam geplanten und umgesetzten Gesamtprojekts Erlebensraum ist für Mitte 2022 vorgesehen. Die aktuellen Hindernisse setzen jedoch ein Fragezeichen dahinter.

Erst Mitte Mai hatte ein Förderbescheid der Bezirksregierung Arnsberg über 2,46 Millionen Euro das Hammer Rathaus erreicht. Mit dem Geld soll die Umsetzung des Auenparks als Teilprojekt des Erlebensraums gefördert werden.

Baustelle "Erlebensraum Lippeaue", Eindrücke im März 2020

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