15-jährige Stein-Schülerin macht Forschungsexpedition auf Island

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Nina Fink vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium war acht Tage lang auf Forscherreise in Island. Atemberaubende Landschaften und natürlich die Geysire galt es zu entdecken.

Werries - Island ist genau richtig für Entdecker: Während den meisten Jugendlichen nur das Träumen davon bleibt, wurde eine solche Expedition für die 15-jährige Nina Fink zur Realität. Die Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums machte sich zu einer achttägigen Forschungsreise auf.

Dafür wechselte sie vom Klassenzimmer nach Island und, als sie wieder zurück war, von der Schulbank zum Rednerpult, um vor der eigenen Klasse und älteren Schülern von ihren „tollen Erfahrungen“ zu berichten. Die Idee kam Nina Fink, als ihre Biologielehrerin im Unterricht Werbung für die Expedition machte. 

Der Gedanke ließ die naturwissenschaftlich begeisterte Schülerin nicht mehr los. Im vergangenen Dezember reichte die Neuntklässlerin ihre Bewerbung ein. Im Februar kam die Nachricht: Sie ist eine von 19 Teilnehmern der „Forschungsexpedition Island 2018“ des „Instituts für Jugendmanagement Stiftung“ (IJM). Die unvergessliche Forschungsreise soll bei leistungsbereiten Schülern Kompetenzen zum Forschen und wissenschaftlichen Arbeiten entwickeln. 

Proben sammeln, Einheimische befragen, Ergebnisse dokumentieren

Mitte April ging es los. In Heidelberg, der Sitz der Stiftung, traf Nina Fink zum ersten Mal auf ihre 18 Mitstreiter aus Deutschland, Österreich, Belgien und dem Iran. Nach dem Kennenlernen ging es um den Ablauf der Expedition. Ihr Aufgabe in Island: Flora und Fauna, Geografie und Vulkanismus, Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr untersuchen. Ebenso galt es, Mensch, Kultur und Sprache zu erforschen. 

Die Teilnehmer sammelten Bodenproben und werteten sie aus, suchten Pflanzen und ordneten sie mithilfe von Bestimmungsbüchern zu, beobachteten Tiere und befragten Einheimische. Am frühen Abend bezogen sie die nächste Unterkunft. Doch der Tag war noch längst nicht um: Nach dem Abendessen galt es noch, Ergebnisse zu dokumentieren und Präsentationen zu halten. 

Vortrag vor 100 Zuhörern 

Nina Fink brachte „tolle Erinnerungen“ mit nach Hamm zurück: „Wir haben bei minus zwei Grad Außentemperatur in einem Geysir gebadet. Einmal mussten wir mit dem Bulli über eine überspülte Straße fahren; das war ein riesiger Spaß. An einem Morgen mussten wir alle 240 Kniebeugen machen, weil einige von uns nach einer arbeitsreichen Nacht und nur drei Stunden Schlaf zu spät zum Treffen gekommen waren“, erzählt die Schülerin über ihre Island-Expedition. 

Nina Fink erlebte in Island eine unvergessliche Forsngsreise.

Über ihre Erlebnisse berichtet Nina nun am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, denn im Zuge der Expedition hatte sie sich verpflichtet, Vorträge über die Untersuchungen auf Island vor mindestens 100 Zuhörern zu halten. So wurde die Stein-Schülerin zur Referentin, ganz nach dem Ziel des besonderen Angebots der Stiftung, durch die Teilnehmer in den Schulen eine authentischere und lebendigere Wissenvermittlung zu erreichen. 

„Die Expedition war eine tolle Erfahrung; ich würde das jederzeit wieder machen“, zeigt sich die junge Naturwissenschaftlerin begeistert. Die nächste Forschungsreise hat Nina bereits ins Auge gefasst. Sie würde gerne auf den Galapagos-Inseln forschen. Wünschenswert sei, wenn sie Sponsoren fände, die sie dabei unterstützten. - WA

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