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Festlich und besinnlich

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© Sudermann

HAMM ▪ Einen kurzweiligen Abend, der festlich und besinnlich auf die Adventszeit einstimmte, präsentierte das „Hammer Blech“ den rund 300 Gästen am Sonntag in der Pauluskirche. Das Blechbläserensemble bot Musik der Extraklasse in verschiedenen Besetzungen und begeisterte das Publikum mit seiner Virtuosität und dem perfektem Zusammenspiel. Von Maike Geißler

Die Musiker spielten an Trompete, Posaune, Horn und Tuba eine Mischung aus klassischen Stücken sowie kirchlichen und allseits bekannten Weihnachtsliedern. Beim Choral „Die Nacht ist vorgedrungen“ machten sich die Musiker den Hall in der Kirche perfekt zu Nutze für ihr Spiel. Denn die voll ausgespielten Dissonanzen legten sich wie ein Klangteppich über die Zuschauer. Die dann folgende Melodie der Trompeten ertönte klar und hell über dem tiefen Bläsersatz, bis das Stück am Ende in einem warmen forte mündete.

Eine von der Empore erklingende lebhafte Fanfare, die sich von einer Trompete auf drei ausdehnte, leitete das im Gegensatz dazu stehende tragende „Stille Nacht, heilige Nacht“ ein, das von vier Posaunen gespielt wurde. Das Lied wurde wenig später in einem „Christmas-Cocktail“ noch einmal harmonisch vom gesamten Ensemble aufgenommen. Die von den gedämpften Trompeten gespielte Melodie rundete das Arrangement ab. Beim „Böhmischen Wintermärchen“ von Christian Sprenger zeigten sie Musiker einen schönen Wechsel zwischen ruhigen und lebendigen Passagen, bei denen die Melodie von tiefen und langen Tönen der Tuba getragen wurde.

Das Ensemble setzte an diesem Abend jedoch nicht nur auf Musik, sondern auch auf poetische Texte, die zum kurzen Innehalten einluden und die feierliche Stimmung unterstützten. Benedikt Spangardt las zum Beispiel die Geschichte „Das Paket des lieben Gottes“ von Berthold Brecht. Sie beschreibt einen Weihnachtsabend unter armen Menschen, bei dem die Freude und das Lachen eines einzelnen sich auf alle anderen überträgt und sie so für einen Moment ihre Sorgen vergessen.

Das Publikum nutzte auch die Einladung der Musiker, bei drei Liedern mitzusingen. So schallte zum Ende des Konzertes „Macht hoch die Tür“ durch die Kirche.

Während bereits zwischen den Stücken lauter Beifall aufbrandete, gab es für die Musiker am Ende noch stehende Ovationen. Das Ensemble bedankte sich dafür mit Zugaben und schloss den wunderbaren Abend mit einem ruhigen „Maria durch ein Dornwald ging“.

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