Geduldsprobe für Anwohner

Stau-Gau-Bahnübergänge: Vereinbarung erst Mitte 2022!

Am Bahnübergang in Wiescherhöfen müssen Autofahrer oft warten.
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Am Bahnübergang in Wiescherhöfen müssen Autofahrer oft warten.

Die schlimmsten Befürchtungen der Anwohner haben sich nach den jüngsten Aussagen der Deutschen Bahn bestätigt: Sie werden noch längere Zeit mit den ständig geschlossenen Bahnschranken und dem Stau-Gau vor allem entlang der Strecke Hamm–Dortmund leben müssen.

Selmigerheide/Weetfeld – Nicht vor Mitte 2022 wird die Planungsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Hamm zur Beseitigung von acht höhengleichen Bahnübergängen in den Ortsteilen Selmigerheide und Weetfeld getroffen werden können. „Wir planen derzeit bis Ende des Jahres den Entwurf der Planungsvereinbarung vorlegen zu können, der Abschluss der Planungsvereinbarung ist für Mitte 2022 vorgesehen“, teilte eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage mit.

Für die Beseitigung der Bahnübergänge an den beiden Strecken Hamm–Dortmund und Hamm–Unna liegen zwar schon Machbarkeitsstudien vor. Demnach sollen sie durch einen Tunnel (Provinzialstraße), eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke (Friedhofsweg) sowie durch ein Brückenbauwerk (südlich Wilhelm-Lange-Straße) ersetzt werden. Die Vergabe weiterführender Planungsleistungen erfolgt laut Bahn aber „erst nach Abschluss der Planungsvereinbarung“.

„Bahnübergänge technisch gesehen in Ordnung“

Lange Zeit hatte die Stadt und die Bürger gehofft, dass die Maßnahmen bereits ab dem Jahr 2025 umgesetzt werden können, zumal die Bahn dann eh an die Übergänge ran müsste und dadurch ein Zeitdruck auf sie ausgeübt worden wäre. Aber auch diese Hoffnung zerplatzte jetzt: „Die Bahnübergänge sind technisch gesehen in Ordnung und müssen daher in den nächsten Jahren nicht modernisiert werden“, teilte die Sprecherin mit.

Zudem verwies die Deutsche Bahn auf die Planungen für die B63n, bei dem auch die Bahnübergänge in der Selmigerheide eine Rolle spielten. „Die Planungen für dieses Projekt sollen, im Hinblick auf die Bahnübergänge, unmittelbar berücksichtigt werden.“

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