Hammer SC baut Sportanlage um

Startschuss für Arbeiten am neuen Sportzentrum in Westtünnen

Symbolischer Spatenstich: Vertreter des Vereins, der Politik und der Verwaltung geben den Startschuss für die Bautätigkeiten am Sportgelände in Westtünnen.
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Symbolischer Spatenstich: Vertreter des Vereins, der Politik und der Verwaltung geben den Startschuss für die Bautätigkeiten am Sportgelände in Westtünnen.

Auf dem Sportgelände des Hammer Sportclub 08 in Westtünnen haben die Arbeiten für den Neubau eines Vereinsheims samt Gastronomie sowie eines neuen Leichtathletik-Stadion begonnen.

Westtünnen – Wenn man über den alten Fußballplatz in Westtünen spricht, fällt ein Name fast immer: Horst Hrubesch. Der deutsche Fußballeuropameister von 1980 kickte schließlich unter anderem in den 70er Jahren auf dem Rasenplatz des damaligen SC Westtünnen, ehe er in die Bundesliga wechselte und ein ebenso erfolgreicher wie beliebter Fußballer wurde. Viel verändert hat sich seit Hrubeschs Zeit allerdings nicht auf der in die Jahre gekommene Sportanlage in Westtünnen – jedenfalls bisher.

„Hier hat noch Hrubesch seinen Schweiß hinterlassen“, erzählte Jörg Hegemann beim symbolischen ersten Spatenstich, mit dem der Hammer Sportclub als Nachfolgeverein der fusionierten SC Westtünnen und TSV Berge den ersten Meilenstein seines neuesten Bauprojektes markiert hat. Denn: Die Anlage wird komplett modernisiert und in ein Fußball- und Leichtathletikstadion mit multifunktionalem Rasenplatz umgebaut. Dazu wird ein komplett neues Vereinsheim mitsamt einer Gastronomie gebaut, das die Abteilungen und Mitglieder von Hamms größtem Sportverein noch näher zusammenrücken lässt.

Bei seinem Rückblick sprach der Vereinsvorsitzende Jörg Hegemann natürlich nicht nur über Horst Hrubesch, sondern vor allem auch über die Entstehung der Idee zur Modernisierung der Anlage: „Auslöser war der Gedanke der Stadt, die Waldsportanlage zugunsten einer Tierparkerweiterung aufzugeben – dafür brauchte es aber einen gleichwertigen Ersatz“, erklärte Hegemann den anwesenden Vereinsvertretern, Politikern und HSC-Unterstützern. Dieser Ersatz wird nun an der Sportanlage an der Straße „In der Fuchshöhle“ hinter den Kunstrasenplätzen und im Schatten der Tennishalle errichtet – wobei sich Hegemann am Wort „Ersatz“ ein wenig störte. Denn: „Ich bin mir sicher, dass wir hier in einem Jahr stehen und sagen: Es ist mehr als gleichwertig.“ Zur Erinnerung: Die Waldsportanlage im Hammer Süden war einst die Heimat des TV Westfalia Hamm, der sich vor einigen Jahren ebenfalls dem HSC anschloss und der nun ebenfalls von der neuen Anlage in Westtünnen profitiert.

Mehr Möglichkeiten dank Multifunktionsrasenfläche

Was die Pläne genau vorsehen? Wurde der Sportplatz in Westtünnen hauptsächlich zum Fußballspielen genutzt, wird der Rasenplatz künftig zusätzlich unter anderem für die Faustballer und die Leichtathleten dank einer Multifunktionsrasenfläche nutzbar sein. Auch erhält die Anlage eine 400-Meter-Tartanbahn. Der Vorteil dabei: „Die Anlage wird als einzige im Bezirk Rhynern wettkampftauglich sein“, sagte Jörg Hegemann und nannte dies einen „Gewinn nicht nur für den HSC, sondern auch für alle Schulen im Bezirk“, da auch sie den Sportplatz nutzen werden. Neu angeordnet werden zudem die Outdoor-Tennisplätze.

Das Herzstück der neuen Anlage dürfte das Vereinsheim werden, das auf zwei Geschossen und 900 Quadratmetern Nutzfläche acht Kabinen, Duschen, Sitzungsräume sowie eine Gastronomie bieten wird.

Letztere soll verpachtet werden, wobei man bereits in „aussichtsreichen Gesprächen“ sei, wie Geschäftsführer Kai Hegemann am Rande der Veranstaltung sagte. Das Schöne am neuen Vereinsheim: Bisher waren die Mitglieder der in Westtünnen beheimateten Abteilungen auf die drei Vereinsheime für Tennis, Fußball und Bogensport verteilt. Mit dem Neubau sind künftig alle unter einem Dach und können nach dem Sporttreiben im Biergarten gemeinsam entspannen. Für Kai Hegemann ist dieser Aspekt ganz wichtig, schließlich diene der Verein nicht nur der Sportförderung, sondern er habe auch eine soziale und gesellschaftliche Funktion – auch, weil künftig rund 1500 der insgesamt 5000 Vereinsmitglieder in Westtünnen beheimatet sein werden. Der andere Standort des HSC ist bekanntlich am Südbad.

Drittes Bauprojekt binnen drei Jahren

Geplant ist, dass der Hochbau Ende 2021 fertig wird, die Sportanlage selbst Anfang 2022 – sofern das Wetter mitspielt. Die Kosten in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro werden mit 800.000 Euro vom Land NRW bezuschusst, den Rest für die Ausgleichssportfläche stemmen die Stadt Hamm und der HSC gemeinsam.

Apropos stemmen: Für den HSC ist es nach dem Bau des Fitnessstudios in Berge 2019 und der Kita Ahsestrolche 2020 das dritte Bauprojekt binnen drei Jahren. Genau dieses Engagement des Clubs hob Oberbürgermeister Marc Herter hervor und betonte zudem die Nachhaltigkeit dessen. Denn: „Alles, was wir im Sport erreichen, sparen wir später im Gesundheitswesen.“ Bezirksbürgermeister Andreas Obering fügte hinzu: „Ihr lebt das, was wir alle wollen: soziales Miteinander.“

Pappeln mussten weichen

Verwundert waren einige Augenzeugen, als sie jetzt sahen, wie auf der Sportanlage in Westtünnen 15 Pappeln gefällt wurden. Dabei war die Entscheidung alternativlos – aus Sicherheitsgründen. Wie Geschäftsführer Kai Hegemann am Rande des ersten Spatenstichs erklärte, wäre eine der Pappeln laut Gutachten in den nächsten vier Wochen umgestürzt. Weitere elf hätte dasselbe Schicksal innerhalb der nächsten drei Monate ereilt. Das Problem: „Sie waren hohl“, erklärte Hegemann – und zwar weit fortgeschritten. Nicht betroffen davon sind dagegen die Turnfesteiche aus dem Jahr 1987 sowie der kanadische Ahorn, die beide erhalten bleiben. Zudem wird der Hammer SC im Zuge der Modernisierung seiner Sportstätte eine Ausgleichspflanzung mit insgesamt 29 Bäumen auf der gesamten Anlage in Westtünnen vornehmen.

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