Sicherheitsdienst überwacht Gebiet per Kamera

Vandalismus an der Schlossmühle: Baufirma mit drastischer Maßnahme

Schäden durch Vandalismus: Die Baufirma reagierte, indem sie einen Sicherheitsdienst beauftragte, das Gelände per Kamera zu überwachen.
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Schäden durch Vandalismus: Die Baufirma reagierte, indem sie einen Sicherheitsdienst beauftragte, das Gelände per Kamera (rechts oben im Bild) zu überwachen.

Videoüberwachung, und zwar richtig: So lässt sich „Bau-Watch“ beschreiben. Nachdem Vandalen am Baugebiet Schlossmühle ständig für Zerstörung sorgten, setzt die Baufirma Heckmann auf Kameras - und im Zweifel die Polizei.

Heessen – Und plötzlich kommt die Stimme aus dem Off: „Verlassen Sie das Gelände, Sie halten sich hier unberechtigt auf.“ Oder so ähnlich, irgendwas mit unbefugt. Die Stimme kommt aus einem Lautsprecher, und der ist direkt neben einigen Videokameras angebracht. Eine Sicherheitsfirma hat das Ensemble vor ein paar Tagen im Baugebiet Schlossmühle angebracht – weil die Schäden durch Vandalismus mehr wurden statt weniger.

Das jedenfalls ist der Eindruck von Reinhold Gierse, Geschäftsführer der Baufirma Heckmann, die das Baugebiet in großen Teilen entwickelt und auch die alte Mühle wieder herstellen will. Ihn ärgern besonders die Schäden an den denkmalgeschützten Gebäuden alte Mühle und alte Schmiede. „In den vergangenen sechs Wochen wurde drei Mal das Dach der Mühle zerstört und drei Mal Scheiben bei Baumaschinen eingeschlagen“, sagt er, „das geht so nicht weiter, ich kann doch nicht ständig das Dach reparieren lassen.“

Schäden durch Vandalismus: „Da scheint eine Truppe unterwegs zu sein, die Spaß an der Zerstörung hat“

Die neu entstandenen Schäden fallen tatsächlich auf, auch wenn die beiden zu sanierenden Gebäude sehr sanierungsbedürftig aussehen. Rolläden und Fenster der Schmiede sind teils durchlöchert, größere Löcher klaffen in Dach und Fenstern. „Da scheint eine Truppe unterwegs zu sein, die Spaß an der Zerstörung hat“, mutmaßt der Heckmann-Geschäftsführer.

Und so hat Reinhold Gierse Kontakt zu dem Sicherheitsunternehmen aufgenommen. „Bau-Watch“ nennt Gierse die Dienstleistung. Installiert wurden genügend Kameras, um die beiden historischen Bauten Mühle und Schmiede zu überwachsen sowie das Lager der Baufirma und den Stellplatz ihrer Maschinen – also praktisch fast alles.

Videoüberwachung an der Baustelle: Bilder werden direkt übertragen und ausgewertet

Die Bilder würden direkt in die Zentrale der Sicherheitsfirma übertragen, und dort sei der Monitor stets besetzt, erklärte Gierse. Würde ein Spaziergänger mit seinem Hund gesichtet, passiere nichts. Sind aber Gestalten auf dem Bildschirm, denen Übles zugetraut würde, kann der überwachende Mitarbeiter die Mikros nutzen. „Der kann die Menschen ansprechen und darauf hinweisen, dass sie sich auf dem Gelände widerrechtlich aufhalten“, sagt der Heckmann-Chef, „und dass die Polizei benachrichtigt wird, wenn sie es nicht verlassen.“ Die Sicherheitsfirma stehe in Kontakt mit der Hammer Polizei. Gierse: „Dann sind die hoffentlich in fünf Minuten da.“

Probleme mit ungebetenen Baustellenbesuchern habe es in seinem Unternehmen in anderen Abteilungen auch schon gegebenen. Dann habe man auf Sicherheitsfirmen zurückgegriffen. „Es hat funktioniert“, sagt Gierse, „das haben ich von den Kollegen gehört.“ Es sei seine Hoffnung, dass den Vandalismus so zu verhindern: „In vier Wochen kann ich sagen, ob es was genützt hat.“

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