Der Vorhang öffnet sich wieder: Städtisches Kulturprogramm mit 66 Veranstaltungen in der Saison 2020/21

„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“: Das Altonaer Theater bringt den autobiografischen Roman von Joachim Meyerhoff auf die Bühne (7.Januar). Auf dem Weg zum Schauspieler gerät die Hauptfigur in die Mühlen zwischen großelterlichen Irrsinn und Ich-Zerfall.
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„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“: Das Altonaer Theater bringt den autobiografischen Roman von Joachim Meyerhoff auf die Bühne (7.Januar). Auf dem Weg zum Schauspieler gerät die Hauptfigur in die Mühlen zwischen großelterlichen Irrsinn und Ich-Zerfall.

Was der Wegfall kultureller Themen und Veranstaltungen bedeutet, machte Corona aufs Schmerzhafteste deutlich. Voller Vorfreude präsentierten deshalb Martina Schilling-Graef und Wolfgang Barth vom Städtischen Kulturbüro das Kulturprogramm für die Saison 2020/21.

Hamm – Aus 66 Veranstaltungen können die Besucher wählen – immer vorausgesetzt, die Situation bleibt stabil. Alle finden auf der Basis eines umfangreichen Hygienekonzepts statt.

Auftakt ist am 18.September mit der Neuauflage von „Vorhang auf!“, bei der die Kulturmacher ihre persönlichen Highlights präsentieren und in Diskussion mit dem Publikum treten. Fast schon programmatisch in Zeiten der Krise ist der Titel, mit dem Musikkabarettist Falkin diesem Rahmen auftritt: „Mir reicht’s jetzt!“ Abschluss der Saison im Kurhaus ist am 23.April mit dem Schauspiel „Blackout“ nach dem Thriller von Marc Elsberg.

Städtisches Kulturprogramm mit großen Namen

Musiktheater, Schauspiel, Unterhaltung, Esprit, Konzerte, Schlosskonzerte und Jazz: In den Veranstaltungsreihen für Erwachsene sind die Genre-Grenzen teils fließend. Im Abo-Bereich gibt es jetzt ein Crossover-Angebot als Streifzug durch Musik und Schauspiel. Die Schlosskonzerte finden in dieser Saison im Kurhaus statt, das Kindertheater mit zehn Terminen im Kulturbahnhof.

Das Programm versammelt große Namen und Themen: Götz Alsmann und Band (7.Februar), Sängerin Rebekka Bakken (2.Oktober), Kabarettist Stefan Waghubinger (3.Februar), Sängerin und Schauspielerin Helen Schneider mit den Bremer Philharmonikern (16.Oktober), das Concertgebouw Kamerorkest mit Niek Baar als niederländisches Supertalent an der Geige (24.Januar) oder das experimentierfreudige Duo Eckart Runge (Violoncello) und Jacques Ammon (Klavier), das die Werke Beethovens völlig neu erschließt (7.März).

Götz Alsmann singt am 7.Februar über Liebe.

Keine Preiserhöhung trotz weniger Karten

Die Preise bleiben auf dem Vorjahresniveau und sind coronabedingt aufgrund fehlender Platzkapazitäten nicht erhöht worden. „Das wäre kein gutes Signal gewesen“, sagte Kulturdezernentin Dr. Britta Obszerninks.

Auch der Klangkosmos Weltmusik startet in die Saison: Zwischen dem 22.September und dem 15.Juni 2021 gibt es bei freiem Eintritt neun Veranstaltungen in der Lutherkirche.

Sie stellten das Kulturprogramm 2020/21 vor (von links): Monika Simshäuser (Kulturausschussvorsitzende), Monika Schnieders-Pförtzsch (Stellvertreterin), Kulturdezernentin Dr. Britta Obszerninks, Wolfgang Barth und Martina Schilling-Graef (beide Kulturbüro).

Sicherheitskonzept im Kurhaus

Im Kurhaus stehen 214 Plätze pro Veranstaltung zur Verfügung. Jede zweite Reihe bleibt frei. Die Ticket sind personalisiert. Zwei Besucher dürfen nebeneinander sitzen, neben ihnen folgen zwei freie Plätze zu jeder Seite. Es herrscht Maskenpflicht; sie darf am Sitzplatz abgelegt werden.

Einlass ist 30 Minuten vor Beginn für alle Veranstaltungen. Eine Abendkasse gibt es nur für die jeweilige Veranstaltung. Andere Tickets sind dann nicht im Verkauf. Gespielt wird nach Möglichkeit ohne Pause, eine Pausengastronomie wird nicht angeboten. Es gibt keine Garderobe. Die Regelung gilt zunächst bis Jahresende.

Infos und Tickets

Das Programm liegt an öffentlichen Stellen zur kostenlosen Mitnahme aus und steht zum Download unter www.hamm.de/kultur bereit. Der Kartenvorverkauf startet am 31.August. Karten für Kindertheatervorstellungen gibt es nur im Kulturbüro, Ostenallee, 87, Telefon 175501.

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