Stadtwerke wollen Projekt 2023 umsetzen

Hölzken: Auf Deponie soll Solarpark entstehen

ehemalige Deponie an der straße  Martinstraße/Ecke Auf der Becke
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Auf der ehemaligen Deponie an der Ecke Martinstraße/Auf der Becke soll der solarpark entstehen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Deponie an der Martinstraße/Ecke Auf der Becke wollen die Stadtwerke Hamms ersten Solarpark mit einer Gesamtleistung von bis zu drei Megawatt errichten. Er soll, so der Stand heute, 2023 an den Start gehen. „Wir befinden uns aber erst ganz am Anfang der Planungen“, sagte Stadtwerkesprecherin Cornelia Helm.

Lohauserholz/Berge - Denn zunächst einmal müssen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Projekt – sprich die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans – vorliegen. Die Vorlagen dazu stehen auf verschiedenen Tagesordnungen der aktuellen Sitzungsrunde. Von der Bezirksvertretung Pelkum wurden sie am Dienstagabend einstimmig empfohlen. „Wir haben keine Einwände“, sagte SPD-Fraktionschef Christopher Magh. Sein Gegenüber von der CDU, Anton Harling, freute sich, dass ein belastetes Gelände einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werde. Die Stadt sollte prüfen, ob eine solche Nutzung auch für andere belastete Flächen infrage komme.

Das „Ja“ des Rates vorausgesetzt, werden die Stadtwerke als nächstes die Wirtschaftlichkeit des geplanten Solarparks prüfen und die Fördermöglichkeiten abklopfen. Davon sei dann auch die Gesamtleistung der geplanten Photovoltaikanlage abhängig, sagte Helm. Derzeit gehe sie von zwei bis drei Megawatt aus. Damit könnten pro Jahr bis zu 920 Haushalte mit Strom versorgt werden. Ins Netz eingespeist werden könne der im nahe gelegenen Umspannwerk Lohauserholz an der Martinstraße.

Das ehemalige Deponie-Gelände liegt zwar im Stadtbezirk Rhynern, es grenzt aber direkt an den Stadtbezirk Pelkum. Die nächst gelegenen Siedlungen sind die Selmigerheide (500 Meter) und Lohauserholz (700 Meter). Die Stadt begrüßt die Initiative der Stadtwerke, da so der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung erhöht werden kann – ein ganz wesentliches Ziel der Ampelkoalition im Rathaus. Ähnlich wie für Helm ist auch für die Verwaltung der Standort des geplanten Solarparks ein großer Vorteil. Direkt am Umspannwerk gelegen, seien zusätzliche Eingriffe in Natur und Landschaft durch Leitungsverlegungen kaum erforderlich. Hinzu komme, dass die ehemalige Deponie als Fläche beispielsweise für eine landwirtschaftliche Nutzung nur sehr schwer herzurichten sei. „In ihrem aktuellen Zustand ist diese Brachfläche nahezu nicht nutzbar.“

Planungsrechtliche Probleme erwartet die Verwaltung mit dem Projekt nicht. Nach einer Ersteinschätzung des Regionalverbandes Ruhr könne von einer Vereinbarkeit des Vorhabens mit den Zielen der Raumordnung und Landesplanung ausgegangen werden. Aktuell ist sie noch als Grünfläche ausgewiesen.

Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens soll die Öffentlichkeit beteiligt werden. Sie soll zeitnah als Besprechungsmöglichkeit bei der Verwaltung durchgeführt werden.

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