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Stadtwerke-Busse werden „grün“: Umstieg auf E- und Wasserstoff-Modelle soll forciert werden

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Von: Cedric Sporkert

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Grün angestrichen sind die Stadtwerke Busse schon. Nach und nach sollen sie auch mit grüner Energie betrieben werden. © Rother

Hamm – Die Hammer Stadtwerke werden ihre Bus-Flotte sukzessive auf „grüne“ Energieträger umstellen und langfristig alle Dieselbusse abschaffen.

Das kündigte Marc Herter (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, an. Er bat gleichzeitig um Geduld. Die Umstellung sei ein massiver Kraftakt für die Stadttochter. Und wird Jahre dauern.

Schwierig sei, den ÖPNV zu attraktivieren, dafür in einem ohnehin defizitären Bereich viel Geld in die Hand zu nehmen und gleichzeitig die Bus-Flotte kostspielig auf Elektro- und Wasserstoff-Fahrzeuge umzustellen.

Machbarkeitsstudie soll Weg vorgeben

Deshalb wurde nun zunächst eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben, aus deren Ergebnissen die Stadtwerke in einem zweiten Schritt ein eigenes Konzept erstellen wollen. „Diese Studie wird umsetzungsorientiert sein. Im Laufe des nächsten Jahres treffen wir dann Entscheidungen. Das ist ein klarer, zeitnaher Fahrplan“, so Herter.

Diesel-Modelle würden nicht mehr angeschafft, aktuell warte man auf den ersten bestellten Elektro-Bus. Der soll im Sommer ausgeliefert werden und die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und der HSHL bedienen.

E-Bus-Reichweite reicht für lange Linien nicht

Aktuell strebten die Stadtwerke einen Mischbetrieb von E- und Wasserstoffbussen an. „Für die langen Linienwege in Hamm reichen E-Busse nicht aus. Die können wir im Innenstadtbereich einsetzen“, erklärte der 45-Jährige.

Steigen die Fahrpreise? Stadtwerke-Busse brauchen Elektro- oder Biogasantriebe

Um die Pläne in die Tat umzusetzen, bedürfe es Förderungen aus dem Verkehrsministerium. „Ohne die geht gar nicht.“ Drei Aspekte müssten berücksichtigt werden: Die Anschaffung der Busse, die Einrichtung der Ladeinfrastruktur und die Subventionierung von Fahrpreisen. Autofahren dürfe nicht günstiger bleiben, als den ÖPNV zu nutzen, so Herter.

Zuletzt hatte auch die VG Breitenbach einen Schritt in Richtung neue Mobilität gemacht und einen E-Bus im normalen Linienbetrieb getestet. Der WA war dabei.

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