Stadtteilzentrum verspätet sich spürbar - Firma ausgetauscht

Stadtbaurat Andreas Mentz (links) und Oberbürgermeister Marc Herter (rechts) zeigen den Plan.
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So soll es einmal aussehen: das neue Stadtteilzentrum Hamm-Westen an der Wilhelmstraße. Stadtbaurat Andreas Mentz (links) und Oberbürgermeister Marc Herter (rechts) zeigen den Plan.

Eigentlich war der Oktober 2021 als Bezugstermin für das neue Stadtteilzentrum Hamm-Westen angepeilt, doch nun wird es wohl April oder Mai 2022 werden.

Hamm - Der Verzug an der Wilhelmstraße hat nichts mit städtischer Fehlplanung zu tun, sondern mit einem Unternehmer, der sich im Zug der Arbeiten als nicht so zuverlässig erwies, wie ursprünglich eingeschätzt. Zwischenzeitlich hat sich die Stadt von dem Rohbauunternehmen getrennt und neue Partner gefunden.

Rund sechs Millionen Euro sind für den Bau bislang bewilligt worden. 90 Prozent erhält die Stadt dafür aus Fördertöpfen. Oberbürgermeister Marc Herter machte beim Ortstermin deutlich, dass derartige Projekte ohne Förderung nicht möglich wären: „Ohne Unterstützung ginge das nicht.“

Rund 1200 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen werden am Ende zur Verfügung stehen. Schon jetzt sind die markante Rundung zur Wilhelmstraße hin und die großzügigen Glasflächen gut zu erkennen, die dem gesamten Komplex später eine Art Eingangstor- und Leuchtturm-Charakter für den Westen verleihen sollen. Der nächste Schritt wird sein, den Bau nach außen hin zu verschließen. Dann folgen im Inneren die weiteren Gewerke.

Wilhelmstraße 21-23

An der Wilhelmstraße 21-23 befand sich das Möbelhaus Wiek. An der Wilhelmstraße wurden über die SEG auch ein Mietshaus (172-176) und eine Kita (61-65) fertiggestellt.

Stadtteilzentrum Hamm-Westen mit Verspätung: Vertrag aufgelöst

Daniela Engel vom Immobilienmanagement der Stadt Hamm unterstrich, man habe das ursprünglich beauftragte Unternehmen genau geprüft und sich auf dessen guten Ruf verlassen. Dem sei der Betrieb in der Ausführung aber nicht gerecht geworden. Daher sei die Zusammenarbeit in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden.

Als Ort der Begegnung für alle Bürger und Kulturen im Westen und zentraler Punkt eines großen Netzwerks wird das Gebäude umfangreiche Nutzungsmöglichkeiten bieten, sowohl für kleine Gruppen als auch für größere Veranstaltungen. Im Erdgeschoss beispielsweise befindet sich ein Multifunktionsraum, der als ganzer oder auch in Teilen genutzt werden kann. Es können auch Räumlichkeiten gemietet werden.

Im Erdgeschoss wird auch die Polizei mit einer Dienststelle einziehen, die ihren alten Standort in Höhe Wilhelmstraße/Ackerstraße aufgibt.

Stadtteilzentrum Hamm-Westen mit Verspätung: noch eine Neuerung

Eine weitere wichtige Entwicklung findet direkt nebenan auf dem Gelände eines ehemaligen Wohnhauses und des Roxy-Kinos statt. Das Architekturbüro Büro Schamp & Schmalöer Architekten Stadtplaner aus Dortmund, das auch das Stadtteilzentrum geplant hat, wird hier eine Mischung aus Wohnen und einer Kinder-Tagespflege errichten.

Möglich geworden ist diese Entwicklung im Westen durch die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die unter alter Rathausmehrheit Schrottimmobilien für eine Überplanung der Fläche angekauft hatte.

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