Stadt gibt kein Geld für Taubenhaus am Bahnhof

So viel Raum würde ein Taubenhaus benötigen: Jutta Mir Haschemi-Röben (rechts) und Susanne Geisler zeigen die Ausmaße auf dem ehemaligen Hammer Güterbahnsteig. ▪

HAMM ▪ Tauben im und um den Hammer Bahnhof sind für viele Fahrgäste ein Ärgernis. Sie hinterlassen Dreck und stehen im Ruf, Krankheiten zu übertragen. Die Bahn hat sich an vielen Standorten bemüht, der Taubenplage Herr zu werden. In Hamm scheiterte der Versuch, die Tiere mit Hilfe eines Falkners zu vertreiben. Die beiden Hammerinnen Jutta Mir Haschemi-Röben und Susanne Geisler wollen mit einem Taubenhaus nun alle profitieren lassen: die Besucher, die Bahn, die Stadt und nicht zuletzt auch die Tiere.

Von der Deutschen Bahn AG sind für ihr Vorhaben alle Signale auf „grün“ gestellt: Auf einem ehemaligen Güterbahnsteig dürfen die beiden Frauen ein Taubenhaus errichten. Finanzielle Unterstützung gibt es dafür aber nicht.

Diese ist auch von Seiten der Stadt nicht in Sicht. Die beiden Hammerinnen wandten sich mit einer Bürgeranfrage zum Taubenhaus an die Bezirksvertretung Mitte, werden damit aber scheitern. Das kündigte Stadtsprecher Christian Strasen für die nächste Sitzung und die Stellungnahme der Verwaltung an.

Der Beirat Einzelhandel in Hamm erkenne zwar das Problem, so Sprecher Matthias Grabitz, habe aber Zweifel, dass die Population durch ein Taubenhaus auf Dauer kleiner gehalten werden könne.

Jutta Mir Haschemi-Röben und Susanne Geisler fühlen sich zwischen den Fronten: Eigene Mittel fehlen und niemand scheint die Frauen zu unterstützen. Jetzt erwägen sie, einen Verein zu gründen und hoffen auf Mitstreiter. 2 500 Euro kostet nach ihrer Rechnung ein Taubenhaus – diese finanzielle Bürde zahle sich später aus, meinen sie. Über den Tausch von Eiern gegen Gipsattrappen wollen sie die Population in Grenzen halten (mehr in der Donnerstagsausgabe des WA). ▪ oz

Kontakt für die Vereinsgründung: Telefon 8 11 20 (Haschemi-Röben) und 9 69 56 72 (Geisler)

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