Historische Stadtrundfahrt begeistert Besucher

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Werner Reumke hat die Tour organisiert.

Hamm - Im Rahmen des Frühlingsfestes in der Innenstadt hat gestern mit touristischen Stadtfahrten vom Martin-Luther-Viertel aus eine besondere und erfolgreiche Premiere stattgefunden.

„Ich lebe seit über 60 Jahren in Hamm und habe jetzt erst entdeckt, dass es sich bei dem Büdchen in Herringen nicht um einen normalen Kiosk handelt. Ich war ganz erstaunt, dass da Kunst drin ist“, staunte die 84-jährige Helga Weischer nach der ersten von insgesamt drei Touren nicht schlecht.

Der Kunstkiosk war dabei nur eine der Stationen, auf denen die kostenlose touristische Busfahrt einen informativen Stopp eingelegt hat. Während in Herringen einige Künstler ihre Werke persönlich erklärten, hatten sich die Gastgeber der im Bau befindlichen Moschee mit Dolmetscher und Bauhelmen ebenso gut auf Besucher vorbereitet.

Weitere Haltestellen waren unter anderem der Friedenspark, das Westentor, die alte Synagoge, die Ahse und der Maxipark. Werner Reumke vom Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels, der sich bei der Kooperation mit den Hammer Eisenbahnfreunden als Stadtführer in einem historischen Linienbus betätigte, war ebenso wie die Teilnehmer begeistert. „Heute geht es darum, eine stadttouristische Buslinie zu erproben. In Berlin ist das beispielsweise die Linie 100“, sagte Werner Reumke, der zugab, vor Aufregung in der Nacht davor kein Auge zugemacht zu haben: „Das ist für mich heute das Experiment des Lebens. Ich hoffe, dass wir das zu einer regelmäßigen Einrichtung machen können.“

Stadtrundfahrt in historischem Linienbus mit Werner Reumke

Die erste Überraschung erlebten Reumke und Busfahrer Rainer Oesterheld schon vor der ersten der drei Abfahrten. „Ich hatte mit zehn Leuten gerechnet“, gab Reumke zu. Stattdessen fanden sich direkt rund 60 Fahrgäste ein, so dass einige bis zur nächsten Abfahrt zwei Stunden später vertröstet werden mussten, denn der Bus aus dem Jahr 1989 verfügt lediglich über 54 Sitzplätze. „Ich hatte nicht so viel erwartet und bin sehr positiv überrascht worden. Den Friedenspark kannte ich vorher gar nicht. Jetzt würde ich jedem empfehlen, den einmal zu besuchen“, war Annemarie Waleczek begeistert.

Ihrer zehnjährigen Tochter Ronja hat die Busreise und der Stopp mit der Präsentation der Friedensnobelpreisträger als jüngste Teilnehmerin ebenfalls Spaß bereitet. Die Familie aus dem Hammer Westen war bereits zwei Stunden vor der ersten Abfahrt zum Martin-Luther-Platz gekommen, um auf jeden Fall einen Platz im Bus zu ergattern. „Beim nächsten Mal würden wir eine Fahrkarte kaufen, um garantiert dabei sein zu können“, lautete das Fazit der Familie.

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