Partnerschaft mit Oranienburg soll nach 28 Jahren wieder aufblühen

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Auch in Oranienburg steht ein Hammer Elefant.

Hamm/Oranienburg - Die Stadtoberhäupter von Hamm und Oranienburg wollen die Städtepartnerschaft intensivieren. Das sagten sowohl Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann als auch Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke. Dafür sollen neue Austauschformen gefunden und alte reaktiviert werden.

Das gilt für die Verwaltungsebene und für den privaten Bereich. So können sich beide etwa eine Neuauflage des Azubi-Austauschs auf Verwaltungsebene vorstellen. „Dazu sage ich sofort ja“, sagte Laesicke am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch die Anregung einer Schulpartnerschaft, die der Hammer OB als „wünschenswert“ bezeichnet, hält Laesicke für umsetzbar. 

Er selbst sei in den 1990er Jahren mit der Schule für eine Woche in Hamm gewesen, erinnert er sich. Eine nachhaltige Partnerschaft ist bisher aber nicht zustande gekommen. Doch nicht nur auf der Verwaltungsebene sehen beide großes Potenzial für eine gelebte Partnerschaft. „Wenn beide Bürgermeister nur telefonieren, wird die Partnerschaft davon wenig haben“, sagte Laesicke. 

Austausch auf sportlicher Ebene

„Nicht alles kann nur auf Verwaltungsebene laufen“, meint Hunsteger-Petermann. „Eine Partnerschaft lebt zum großen Teil auf der privaten Ebene. Hier gibt es ja bereits zahlreiche Kontakte. Diese weiter auszubauen wäre ideal“, so der Oberbürgermeister. Beide halten einen Austausch von Sportvereinen für gut vorstellbar. 

Im Fußball beispielsweise sind beide Städte gut aufgestellt, sowohl von der Infrastruktur als auch von den Vereinen. Im Seniorenbereich sind die höchsten Spielklassen in Oranienburg die Brandenburgliga, in Hamm treten mit der Hammer SpVg und Westfalia Rhynern Seniorenmannschaften in der Oberliga an. In beiden Städten gibt es zudem einen riesigen Unterbau mit teils hochklassigen Jugendteams. 

Konzerte und Festivals

Gerade hier liegt enormes Potenzial für regelmäßige Besuche zu Turnieren oder Trainingscamps. „In diesem Bereich könnte die jeweilige Kommune einen Anstoß, so etwas wie Hilfe zur Selbsthilfe, geben“, meint Laesicke. Ebenso denkbar ist eine erweiterte Begegnung auf kultureller Ebene. 

So regte etwa Frank Steinmüller, Veranstaltungsmanager vom Kulturzentrum Oranienwerk und Initiator des Musiker-Stammtisches in der Partnerstadt, an, einen Band-Austausch zwischen beiden Städten für Konzerte und Festivals auf den Weg zu bringen. In Oranienburg wie in Hamm gibt es eine rege Musikszene. 

Bürgermeister Alexander Laesicke am Hammer Elefanten in Oranienburg. 

Hamm und Oranienburg haben im Oktober 1990 beschlossen, Partnerstädte zu werden.

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