Stadt Hamm: Übernachtungen in Kitas sind weiter möglich

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Zusammen spielen, Abend essen, Zähne putzen und ausnahmsweise in der Kita übernachten: Das soll möglich bleiben.

Hamm - Übernachtungen in Kindergärten sollen in Hamm auch weiterhin ohne Antrag möglich sein. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann zog gestern Pläne der Stadtverwaltung für ein entsprechendes Genehmigungsverfahren zurück.

Vor einer Übernachtungsaktion müsse lediglich die Feuerwehr informiert werden. Am Mittwoch hatte die Verwaltung noch einige Hürden für Kindergartengruppen aufgebaut, die üblicherweise einmal im Jahr in ihrer Kita übernachten.

Dafür sollte ein einmaliger Antrag auf Ergänzung der Betriebsbeschreibung notwendig sein, verbunden mit einer Überprüfung des Brandschutzes in der Einrichtung. Die Verwaltung folgte damit einem Erlass des Landesbauministeriums, in dem sogar von einer ungleich aufwändigeren Nutzungsänderung die Rede ist. Der Evangelische Kirchenkreis als eine der großen Trägerorganisationen hatte Zweifel geäußert, ob Kitaübernachtungen unter diesen Bedingungen noch möglich sind.

Übernachtung muss Feuerwehr gemeldet werden

In Hamm, betonte Hunsteger-Petermann jetzt, brauche man für die sporadische Übernachtung in einer Kita weiterhin keine Genehmigung. Sofern Erwachsene anwesend und der Brandschutz sichergestellt sei, könnten diese Veranstaltungen weiter ungehindert stattfinden. Neu sei lediglich die Auflage, die Übernachtung vorher der Feuerwehr zu melden.

Die müsse im Fall einer nächtlichen Brandalarmierung wissen, dass Menschen im Kindergarten sind. Dafür reiche eine E-Mail. Man wolle keine neue Bürokratie aufbauen. Der Oberbürgermeister bewegt sich dabei im Einklang mit der Sprachregelung des Bauministeriums.

Kommunen sind verantwortlich

Ein Sprecher betonte gestern, die Übernachtungen könnten weiterhin stattfinden, wenn einfache Sicherheitsregeln beachtet würden: Fluchtweg, Rauchmelder, Taschenlampen. Verantwortlich für den Umgang damit sei nicht das Ministerium, sondern die Kommunen.

Der ursprüngliche Erlass des Ministeriums, so der Sprecher, beziehe sich nur auf einen Fall in Wuppertal. Dort habe die Stadtverwaltung vom Ministerium wissen wollen, ob für Kitaübernachtungen genehmigungspflichtige Nutzungsänderungen notwendig seien. Das sei aber nur der Fall, wenn die Kommune darauf bestehe.

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