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Stadt Hamm will sicherer Hafen für Flüchtlinge werden

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Bootsflüchtlinge vor Malta. © dpa

Hamm – Die Stadt Hamm will ein sicher Hafen für gerettete Flüchtlinge aus dem Mittelmeer werden.

Beinahe einstimmig – lediglich Dennis Möller (Die Rechte) stimmte dagegen – beschloss der Rat bei seiner Sitzung im Kurhaus einen entsprechenden Antrag der Grünen. Die Stadt Hamm erklärt sich nun bereit, über den Verteilschlüssel hinaus Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen, unterzubringen und zu versorgen. Zur weiteren Ausgestaltung sollen weitere Informationen noch mitgeteilt werden.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann fand deutliche Worte in Richtung Europäischer Union: „Es kann nicht sein, dass die Lasten in Griechenland und in Italien getragen werden und sich sonst alle wegducken. Aus unserer christlichen und menschlichen Verantwortung dürfen wir die Menschen im Meer nicht absaufen lassen.“ Wer die Entwicklung der vergangenen Wochen erlebt und die Toten in Schlauchbooten gesehen habe, der müsse schnell zu der Erkenntnis gelangen, sich solidarisch zu erklären, so der OB.

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Die Hammer Grünen hatten den Antrag gestellt. „Wenn die europäische Politik in dieser entscheidenden humanitären Frage an den eigenen, populistischen Egoismen – trotz eines christlichen, humanen Hintergrundes – scheitert, ist die Solidarität der europäischen Städte und Gemeinden gefordert“, heißt es in dem Antragstext.

Inzwischen haben sich bundesweit 60 Städte und Kommunen der Initiative „Sichere Häfen“ angeschlossen, um die schnelle und unkomplizierte Aufnahme und Unterbringung von aus Seenot geretteten Menschen zusätzlich zur Verteilungsquote von Schutzsuchenden sicherzustellen.

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