Anfällig bei Regen

Hamm wird wohl auf weitere Kunstrasenplätze mit Korkgranulat verzichten

Brauner Kunstrasenplatz des TuS Wiescherhöfen an der Wielandstraße
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Braun statt grün: Bedingt durch den starken Regen hatte sich das Korkgranulat auf dem Kunstrasenplatz neu verteilt.

Das ging ins Auge: Als Füllmaterial der Zukunft beschrieben, wird es in Hamm wohl keine weiteren Kunstrasenplätze mit Korkgranulat geben.

Wiescherhöfen – Kunstrasenplätze, die mit Korkgranulat aufgefüllt werden, haben in Hamm wohl keine Zukunft. Das sagte Stadtsprecher Tobias Köbberling nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachamt.

Als Ersatz für das verklumpte und umweltschädliche Gummigranulat hatte die Stadt das umweltfreundliche Korkgranulat erst im Herbst auf dem Platz des TuS Wiescherhöfen an der Wielandstraße aufbringen lassen. Kosten: 50 000 Euro. In Wiescherhöfen wollte die Stadt zudem Erfahrungen mit solchen Plätzen sammeln, um später auch an anderer Stelle in Hamm Gummi- gegen Korkgranulat auszutauschen. Ein weiterer Vorteil: Korkgranulat birgt weniger Verletzungsgefahren bei den Spielern.

Korkgranulat: TuS-Platz unbespielbar

Die Kehrseite der Medaille ist, dass, sobald es länger regnet und das Wasser auf dem Kunstrasenplatz steht, das leichte Korkgranulat nach oben schwimmt, sich ungleichmäßig verteilt und den Platz unbespielbar macht. Und genau das trat in der vorigen Woche ein. In der Folge musste das Korkgranulat neu verteilt werden. Und das sei natürlich unpraktisch, so Köbberling.

Denn: Eigentlich sollten gerade Kunstrasenplätze wetterunabhängig sein und – im Gegensatz zu Rasenplätzen – das ganze Jahr über bespielt werden können, so Köbberling. In Wiescherhöfen war es aber genau umgekehrt. Folglich geht die Stadt davon aus, dass es in Hamm keinen weiteren Kunstrasenplatz mit Korkgranulat geben wird, zumal mittlerweile in Deutschland auch andere, ökologische Füllmaterialien getestet werden.

Korkgranulat: Auch andere Kommunen betroffen

Hamm war nicht die einzige Kommune, in der sich ein Kunstrasenplatz kurzzeitig braun verfärbt hatte. Auch der Fußballplatz des SuS Scheidingen im Kreis Soest konnte den vielen Regen nicht aufnehmen, sodass er zwischenzeitlich unter Wasser stand – mit ähnlichen Folgen wie in Hamm. Nachdem das Wasser abgelaufen war, wurde der Platz mit einer Matte abgezogen, sodass sich der Kork neu verteilen konnte.

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