Startschuss für Betriebsärzte

Stadt Hamm und WDI impfen Mitarbeiter - Alles steht bereit

In Hamm beginnen die ersten Betriebe intern mit Corona-Impfungen ihrer Mitarbeiter. Konkrete Informationen gibt es zum Beispiel von der Stadt und von der WDI.

Hamm - Die Stadt Hamm hat mit all ihren Tochtergesellschaften rund 4500 Mitarbeiter. Zwischen 102 und 120 von ihnen – je nachdem, wie viele Impfspritzen aus einer Ampulle aufgezogen werden können – sollen am Donnerstag geimpft werden. (News zum Coronavirus in Hamm)

Laut Bernd Maßmann, Personalchef der Stadt Hamm, hat sich die Verwaltung schon frühzeitig darum gekümmert: „Das Thema beschäftigt uns jetzt sicher schon sechs Wochen.“ Weil die Stadt keine eigenen Betriebsärzte hat, wurde das „Gesundheitsteam Dortmund“ als Gesellschaft für Betriebsmedizin mit der Aufgabe betraut. Angeliefert wurde das Vaccin von Biontech-Pfizer bereits am Montag, verimpft wird es am Donnerstag im Impfzentrum, das entsprechende Kapazitäten zur Verfügung stelle. Die Idee einer eigenen Impfstraße war laut Maßmann schnell verworfen worden.

Von den rund 4500 Mitarbeitern haben gut 1000 ihr Interesse bekundet; die genaue Zahl ändert sich laut Personalchef täglich. Zahlreiche Mitarbeiter seien schon geimpft, beispielsweise beim Rettungsdienst und dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). Viele weitere hätten sich bereits auf eigene Initiative impfen lassen, beispielsweise beim Hausarzt.

Betriebsärzte impfen in Hamm: So entscheidet die Stadt

Welche Mitarbeiter zuerst geimpft werden, sei in der Stadtverwaltung ernsthaft diskutiert worden – Kollegen mit Bürgerkontakt zum Beispiel? Dort wurde laut Maßmann aber keine Häufung von Corona-Infektionen festgestellt. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 habe es in der Stadtverwaltung nur rund 80 Fälle gegeben, die meisten Ansteckungen seien auf den Familien- und Freundeskreis zurückzuführen.

Darum werde nun nach Alter geimpft – zuerst die über 60-Jährigen, dann die über 50-Jährigen und so weiter. Wann die übrigen Mitarbeiter geimpft werden können, ist nicht bekannt: „Wir wissen nicht, wann weiterer Impfstoff geliefert wird“, so Maßmann.

Betriebsärzte impfen in Hamm: Das Vorgehen bei der WDI

Drei Impfstraßen für Mitarbeiter: Die WDI hat auf ihrem Gelände ein eigenes kleines Impfzentrum gebaut. Hier sollen ab Mittwoch die Mitarbeiter und eigentlich auch deren Angehörige geimpft werden. Von den erhofften 1000 Impfdosen sind momentan aber erst rund 120 eingetroffen.

Auch die WDI möchte ihre Mitarbeiter möglichst schnell impfen. Dazu hat das Unternehmen auf seinem Gelände drei Impfstraßen gebaut. Eigentlich sollten dort ab Mittwoch mehr als 1000 Mitarbeiter und deren Angehörige geimpft werden. Allerdings hat der Werksarzt im ersten Schritt nur rund 120 Impfdosen erhalten. Diese gehen jetzt an Mitarbeiter. Auch hier soll es nach Alter gehen.

Um schnell auch alle weiteren impfen zu können, bittet WDI-Chefin Katja Pampus die Hammer Ärzte um Hilfe: „Ich biete allen Ärzten, die aktuell nicht impfen, weil sie nicht die räumlichen oder zeitlichen Kapazitäten haben an, unsere Impfstraßen zu nutzen. Sie können den Impfstoff hier her liefern lassen, wir haben alles da, auch medizinisches Fachpersonal. Sie könnten an einem Wochenende kommen und meine Mitarbeiter impfen.“

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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