Initiative der Grünen

Hamm soll zum sicheren Hafen für Flüchtlinge werden

+
In der Zentralen Unterbringungseinrichtung leben zahlreiche Flüchtlinge. Nach dem Willen der Grünen soll Hamm künftig mehr Flüchtlinge aufnehmen als bisher.

Hamm – Auf der Flucht nach Europa über das Mittelmeer sind allein in diesem Jahr Hunderte Menschen ertrunken. Hamm soll nun einen Beitrag dazu leisten, das zu ändern – zumindest nach dem Willen der Grünen.

Alle sechs Mitglieder der Ratsfraktion beantragen, dass die Stadt sich dem Bündnis „Sichere Häfen“ anschließt. Das Bündnis gibt es seit Freitag. Vertreter aus 60 Städten haben es gegründet. Sie verpflichten sich, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als sie eigentlich müssten.

Wie viele Flüchtlinge in einer Stadt untergebracht werden, wird jedes Jahr anhand eines definierten Vorgehens von der Bund-Länder-Kommission ermittelt. Angehörige der „Sicheren Häfen“ wollen darüber hinaus Menschen aufnehmen, die auf der Flucht in Seenot geraten waren. Bislang gehören dem Bündnis unter anderem Berlin, Hamburg und Bremen sowie kleinere Orte wie Brilon oder Sylt an, berichtet der Tagesspiegel.

Lesen Sie auch:

Acht Abschiebungen aus Hamm in einem Jahr

So kämpft ein Hammer Flüchtling für seinen Traum

2800 Asylanträge in Hamm

Die Grünen führen aus, dass Hamm seit dem 19. Jahrhundert das Ziel von Migranten ist. Als „Sicherer Hafen“ solle Hamm Flüchtlinge schnell und unkompliziert aufnehmen, fordern die Grünen. Darüber hinaus solle die Stadt für ein langfristiges Ankommen sorgen und die Flüchtlinge mit Unterkünften, Bildung und in medizinischen Belangen versorgen.

Seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 haben mehr als 2800 Asylbewerber in Hamm einen Antrag gestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare