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Stadt sieht Heizung und Essen an den Schulen sichergestellt

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Von: Jörn Funke

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Gemeinsam Mittagessen: Bei dem Angebot „Schüler kochen für Schüler“ an der Pauline-Thoma-Schule wurde von und für Schüler das Mittagessne zubereitet. Das kann jetzt nicht mehr stattfinden, da Lehrerstunden reduziert worden sind.
Mit vollem Magen im warmen Klassenzimmer - das soll im Hamm weiterhin möglich sein. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Die Stadt Hamm geht davon aus, dass die Kinder in den Schulen trotz Energiekrise auch im Winter nicht frieren werden. Die Versorgung der Gebäude gilt als gesichert. Und auch für Essen und Getränke soll gesorgt sein.

Hamm – Wenn am 10. August die Schule wieder beginnt, wird es in den Klassenräumen noch mollig warm sein. Die Stadt geht davon aus, dass die Kinder trotz Energiekrise auch im Winter nicht frieren werden. Die Versorgung der Schulgebäude gilt als gesichert. Und auch für Essen und Getränke soll gesorgt sein: Nachdem zuletzt ein großer Caterer abgesprungen war, seien inzwischen fast alle Aufträge wieder vergeben.

„Wir können natürlich nicht in die Zukunft schauen“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Aber „derzeit sehen wir die Energieversorgung in Schulen als gesichert an“. Diese werde über die Stadtwerke verlässlich organisiert.

Die Hammer Schulen werden überwiegend über das Fernwärmenetz beheizt. Andere Energieträger werden Herberg zufolge jedoch zunehmend eine Rolle spielen. Bereits jetzt werde bei jeder Erneuerung einer Heizungsanlage in Abstimmung mit den Stadtwerken geprüft, welche alternativen Energieträger zum Einsatz kommen können.

Mittagsverpflegung fast überall sichergestellt

Ihre Hausaufgaben hat die Stadt mittlerweile in Sachen Mängelbeseitigung an Schulen gemacht. 2020 waren alle städtischen Schulgebäude kurzfristig inspiziert worden, um festzustellen, in welchen Räumen mobile Belüftungsgeräte aufgestellt werden müssen. Dabei wurde an 49 Gebäuden Reparaturbedarf festgestellt. Mängel in Form von defekten Fenstern, Türgriffen und Ähnlichem seien mittlerweile behoben, so Herberg.

Probleme hatte es zuletzt auch mit dem Catering gegeben. Ein größerer Anbieter, der unter anderem die Friedens- und die Sophie-Scholl-Gesamtschule versorgte, hatte seinen Vertrag auslaufen lassen. Für beide Schulen seien mittlerweile Aufträge zur Lieferung des Mittagessens erteilt worden, sagte Herberg. Auch an allen anderen betroffenen Schulen sei die Mittagsverpflegung sichergestellt.

Preissteigerungen als Unsicherheitsfaktor

Eine Ausnahme bildet noch die Gebrüder-Grimm-Grundschule. Dort läuft Herberg zufolge noch ein Ausschreibungsverfahren für das Catering. In einem ersten Verfahren sei kein verwertbares Angebot abgegeben worden. Der bisherige Caterer liefere das Mittagessen aber noch bis zu den Herbstferien weiter, sodass auch hier die Versorgung zum Schulstart gesichert sei.

Wie sich die Situation aufgrund von Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Energie und Mindestlohn sowie dem Personalmangel in Zukunft entwickelt, so der Stadtsprecher, sei aktuell aber noch nicht abzusehen.

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