Stadt ruft erneut zur Nutzung des Bildungspakets auf

HAMM - Noch sind Sommerferien, doch das Schuljahr 2013/2013 ist nicht mehr weit. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann ruft deshalb alle Anspruchsberechtigten erneut zur Nutzung des Bildungs- und Teilhabepaketes auf.

Das Bildungs- und Teilhabegesetz wurde im März vergangenen Jahres verabschiedet. Seine Leistungen sollen Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien verschiedene Aktivitäten in Schule und Freizeit ermöglichen. Die Stadt Hamm setzt zur Abrechnung der bewilligten

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Bildungspaketleistungen seit 1. April die "YouCard" ein. Bisher wurden insgesamt 3800 YouCards an Kinder und Jugendliche ausgegeben. Die Stadt geht davon aus, dass zurzeit ungefähr 4500 anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche die Leistungen aus dem Bildungspaket noch nicht in Anspruch nehmen.

Über jede ausgegebene YouCard kann bei Bedarf für den bewilligten Zeitraum die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung und alle eintägigen Ausflüge mit der Schule oder Kita abgerechnet werden. Dazu reicht es aus, die YouCard in der Schule oder in der Kita vorzulegen, die Abrechnung erfolgt von dort aus direkt mit dem Sozialamt der Stadt Hamm.

Ab dem 1. September wird nun auch die soziale und kulturelle Teilhabe direkt mit den Sportvereinen, der Musikschule oder anderen Einrichtungen über die YouCard abgerechnet. Bisher wurden diesem Bereich in 2012 insgesamt 1200 Anträge gestellt. Zusätzlich wurden in diesem Jahr insgesamt 1500 mehrtägige (Klassen-)Fahrten bewilligt und 430 Schüler haben eine Lernförderung aus dem Bildungspaket erhalten.

5000 Schüler haben bisher den Schulbedarf für das 1. Halbjahr 2012/2013 erhalten. Kunden des Jobcenters erhalten diese Leistung automatisch, Bezieher von anderen Leistungen erhalten den Schulbedarf auf Antrag. Die Stadt weist darauf hin, dass dieser jetzt noch im Sozialamt der Stadt Hamm beantragt werden kann.

"Wir versuchen an allen Orten, wo es Berührungspunkte gibt, für die Unterstützungsleistungen zu werben", erklärt Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Mit jedem Fortzahlungsantrag im Jobcenter könne der Bedarf am Bildungspaket über einen Globalantrag beantragt werden, zusätzlich wurden im März alle Jobcenter-Kunden schriftlich aufgefordert, für ihre schulpflichtigen Kinder die YouCard im Jobcenter abzuholen. Ebenso wurden alle Familien, die seit 2011 im Sozialamt der Stadt Hamm Bildungspaketleistungen beantragt haben, schriftlich aufgefordert, Folgeanträge zu stellen, soweit der Bedarf gegeben ist und Anspruch besteht.

Auch die persönliche Ansprache sei ein Element der Kampagne - etwa über die 18 seit Februar tätigen Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter, die die Eltern vor Ort in den Schulen beraten. "Deshalb haben Informationsveranstaltungen zur YouCard für Schulen und Kitas stattgefunden. Damit direkt vor Ort darauf hingewiesen wird, dass Leistungen bereit stehen", erklärt Marie-Luise Roberg, Leiterin des Kommunalen Jobcenters. Zwei Schulungsveranstaltungen für Sportvereine und soziale und kulturelle Einrichtungen fänden Ende August statt.

Auch in Zukunft werde man nicht nachlassen, bei den Eltern für das Bildungs- und Teilhabepaket zu werben: "Unser Ziel war und ist es, dass so viel Unterstützung wie möglich bei den Kindern ankommt", betont Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. In der Stadt Hamm leben ungefähr 8400 anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche, die Leistungen aus dem Bildungspaket beanspruchen können. Antragsberechtigt sind alle Familien mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 0 bis 18 bzw. 25 Jahren, die folgende Leistungen beziehen: Leistungen vom Kommunalen Jobcenter nach dem SGB II (Hartz IV), Wohngeld, Kinderzuschlag, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Sozialgeld. - WA

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