Sorge vor weiter steigenden Fallzahlen

Stadt Hamm macht Fischer-Halle zu "Hotspot" für Corona-Tests

Die Alfred-Fischer-Halle in Heessen wird demnächst zum Zentrum für Corona-Tests in der Stadt Hamm.
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Die Alfred-Fischer-Halle in Heessen wird noch im August zum Zentrum für Corona-Tests in der Stadt Hamm.

Geht jetzt alles wieder von vorne los? Dafür, dass die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Hamm in den nächsten Wochen wieder deutlicher ansteigt, gibt es zumindest etliche Anzeichen. Die Stadt jedenfalls ist zurück im Alarm-Modus. Und plant entsprechend um.

Hamm – Allein am Mittwoch in Hamm sieben Neuinfektionen bekannt. Dadurch stieg die Zahl der akut Betroffenen auf 19 an. „Wenn man überlegt, dass wir in der vergangenen Woche noch bei vier Infizierten waren, ist das schon deutlich“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Ab sofort werde deshalb das Corona-Team der Stadt wieder aufgestockt – vor allem im Bereich Nachverfolgung und Kontaktermittlung. „Das hat alles schon eine andere Qualität als bei der ersten Welle, als vor allem Ältere und Einzelne betroffen waren. Jetzt haben wir Menschen dabei, die teilweise über 40 Kontakte hatten. Die Verfolgung wird dann schwierig“, so Hunsteger.

Urlaubsrückkehrer als Problemgruppe

Hunsteger geht davon aus, dass die Zahl der nicht erfassten Urlaubsrückkehrer, die sich trotz Aufenthalts in einem Risikogebiet nicht bei der Stadt melden, trotz aller Appelle größer wird. Deshalb sei mit etlichen Fällen auch in Kitas und Schulen zu rechnen, wenn die in der kommenden Woche wieder in den Regelbetrieb gehen.

„Wenn allein die jetzt neu betroffenen vier Kinder zur Schule gegangen wären, hätten wir vier Klassen in Quarantäne. Infizierte Kinder sind keine Ausnahmesituation“, so Hunsteger. Sollten dann weitere Fälle auftreten und Schulen geschlossen werden, komme die Stadt bei den Testungen schnell an personelle und logistische Grenzen.

Testzentrum soll zum 17. August fertig sein

Als Reaktion auf diese Problematik richtet die Stadt ab dem 17. August in der Alfred-Fischer-Halle eine eigene Teststation ein. Die alte Zechenhalle hat ihre Krisentauglichkeit bereits zu den Hochzeiten der Flüchtlingsströme 2015 unter Beweis gestellt, als sie zur Erstaufnahmeeinrichtung für Tausende Asylsuchende umfunktioniert wurde. Dort sollen zunächst die großen, freiwilligen Testreihen von ganzen Schulen oder Kitas durchgeführt werden. Pflicht-Tests bei einzelnen Klassen in Quarantäne sollen zunächst weiter durch die Corona-Mobile abgedeckt werden, könnten später aber auch an der Fischer-Halle als zentralem Ort abgewickelt werden.

„Es kann sein, dass wir dieses Zentrum viel brauchen werden. Es kann aber auch sein, dass es kaum genutzt wird. Wir wollen trotzdem vorbereitet sein“, erklärte der OB. Ab dem 17. August stehe die Fischer-Halle nicht mehr für andere Veranstaltungen zur Verfügung.

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