Nur noch eine Trauerfeier

Stadt reagiert auf Vorfälle bei Großbeerdigung

Um diese Grabstelle aus dem Südener Friedhof geht es.
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Um diese Grabstelle aus dem Südener Friedhof geht es. Hier sollen sich am Samstag, 2. Januar, viele Trauernde ohne Rücksicht auf die Corona-Regeln aufgehalten haben.

Nachdem zu einer Beerdingung auf dem Südenfriedhof in Hamm offenbar 150 bis 200 Trauernde zusammengekommen sind, ändert die Stadt Hamm die Regeln: Ab Montag darf es nur noch eine Trauerfeier pro Beerdigung geben.

Hamm - Keine Masken, kein Abstand: Einige Beobachter haben dem WA in dieser Woche berichtet, dass eine Beerdigung auf dem Südenfriedhof aus dem Ruder gelaufen sei. Nun reagiert die Stadt: Sie will per Allgemeinverfügung verhindern, dass es noch einmal so weit kommt.

Die Trauernden hätten sich wohl ein Schlupfloch gesucht, sagte Marc Herter bei einer Pressekonferenz am Freitag: Es habe nur eine Beerdigung gegeben, aber mehrere Trauerfeiern direkt hintereinander. An jeder einzelnen hätten zumindest offiziell nur 25 Personen teilgenommen. Nun legt die Stadt fest, es werde nur noch eine Trauerfeier pro Beerdigung geben. So werde es in der neuen Allgemeinverfügung stehen, die ab Montag, 11. Januar, gilt.

Nur 25 Teilnehmer sind erlaubt

„Eigentlich war klar, was mit den aktuellen Regeln gemeint ist“, sagte Herter zu der Großbeerdigung: Denn auch jetzt dürfen eigentlich nur 25 Personen an einer Beerdigung teilnehmen. Nun verdeutliche man dies noch einmal.

Viele Menschen hatten empört auf die Großbeerdigung reagiert. „Bussi hier und Bussi dort: Die haben sich an gar nichts gehalten“: So hatte ein Beobachter dem WA geschildert, was sich zugetragen hatte. Aktuell prüft das Hammer Rechtsamt, ob Bußgelder verhängt werden können. Andere Beobachter schildern, es sei alles in Ordnung gewesen.

Corona-Regeln in Hamm jetzt und künftig (Auszug):

  • Die Kontaktbeschränkungen werden NRW-weit verschärft (Stichtag 11. Januar 2021). Treffen jenseits des eigenen Haushalts und der eigenen Haustür sind dann nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Für Privaträume in Hamm gilt eine besondere Regelung (festgelegt in einer städtischen Allgemeinverfügung): Hier dürfen sich bislang und auch künftig bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Bei der Personenzahl werden Kinder unter 14 Jahren grundsätzlich nicht mitgezählt. Kontrollen der Kontaktbeschränkungen soll es auch weiterhin nicht geben.
  • „Corona-Leine“: Sollte der Inzidenzwert in Hamm die 200 wieder überschreiten, sollen sich auch hier Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar“, heißt es.
  • Maskenpflicht: In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen. Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten sowie in Hamm in der Fußgängerzone an Samstagen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Alkoholverbot: Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW untersagt. 
  • Betriebskantinen dürfen - wie andere gastronomische Betriebe auch - allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.
  • Der Einzelhandel ist und bleibt geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel. Auch Baumärkte bleiben – anders als beim Frühjahrs-Lockdown – geschlossen.
  • Dienstleistungen: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe bleiben ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie, bleiben möglich.
  • Alten- und Pflegeheime: Besucher müssen grundsätzlich FFP2-Masken tragen. Beschäftigte müssen alle drei Tage getestet werden und beim direkten Kontakt etwa mit Pflegebedürftigen ebenfalls FFP2-Masken tragen. Auch Bewohner sind regelmäßig zu testen.
  • Sport: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”.
  • Freizeit: Der Maxipark, der Tierpark, das Museum und alle Bäder in Hamm bleiben bis mindestens Ende Januar geschlossen.
  • Fahrschulen: Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt.

Für die allgemeingültige Coronaschutzverordnung in NRW mit vielen weiteren Aspekten und Ausführungen klicken Sie bitte hier. (han)

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