Stadt Hamm lehnt Hundefläche ab
HAMM Die Stadt Hamm will keinen städtischen Grund für eine Hundefreilauffläche zur Verfügung stellen. In einer vierseitigen Mitteilungsvorlage lehnt die Verwaltung eine solche Fläche, die von zahlreichen Hundehaltern gefordert wird, praktisch rundweg ab.
Gegen Hundefreilaufflächen sprechen aus Sicht der Stadtverwaltung rechtliche, finanzielle und praktische Gründe. Eine einfache Ausweisung einer Wiese als „Hundeauslauffläche“ sei nach der Neufassung des Landeshundegesetzes wohl nicht mehr möglich. Die Fläche müsse eingezäunt, regelmäßig gereinigt und überwacht werden, wodurch mit erhöhten Bau- und Unterhaltskosten zu rechnen sei.
In geschlossenen Ortschaften stünden einem solchen Vorhaben auch rechtliche Hürden entgegen, so die Verwaltung. Bebauungs- und gegebenenfalls Flächnnutzungspläne müssten geändert werden. Vorstellbar seien Hundeauslaufflächen allenfalls in Gewerbegebieten oder im Außenbereich vorstellbar. Lärmbelästigungen für Anwohner müssten allerdings vermieden werden; auch Zufahrt und Stellplätze für Autos seien zu prüfen.
Ein enstprechende Anlage in Dortmund, die von der Stadt bereitgestellt und vom Tierschutzverein betrieben werde, habe zahlreiche Probleme offenbart: Es gebe Konflikte zwischen unterschiedlichen Hunden, Beißvorfälle und Probleme mit dem Kot.