„Zu große Nummer“: „Nein“ zum Kältebus in Hamm

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Busse könnten im Winter Obdachlosen eine warme Zuflucht bieten. Einen so genannten "Kältebus" lehnt die Stadtverwaltung aber ab.  

Hamm - Die Stadt Hamm will keinen Kältebus einrichten, der in den Wintermonaten Obdachlose aufsucht und sie mit warmen Getränken und Schlafsäcken versorgt oder sie in die Notfallunterkunft bringt. Gleichwohl steht sie einem solchen Angebot nicht ablehnend gegenüber.

„In den nächsten Wochen werde sich eine Lösung abzeichnen“ erklärte Sozialamtsleiter Frank Schulte bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration. Ehrenamtliche Helfer und Fachleute erarbeiten derzeit ein Konzept. Näher wollte er auf ein etwaiges Angebot nicht eingehen, weil es noch vieler Absprachen bedürfe. Ihm sei es wichtig, dass für die Obdachlosenhilfe im Winter das richtige Instrument gefunden werde. Einen Kältebus halte er für eine zu große Nummer, das könne die Verwaltung alleine nicht initiieren. 

Damit reagierte die Stadt auf einen Antrag der Piraten. Martin Kesztyüs hatte einen entsprechenden Kältebus beantragt. Auch bei den anderen Parteien stieß die Idee, sich um Obdachlose in der kalten Jahreszeit zu kümmern, nicht auf taube Ohren – allerdings nicht in Form eines Kältebusses. Im Spätsommer soll das Thema noch einmal auf die Tagesordnung. Dann will die Verwaltung ein Konzept vorstellen. Aufgrund dieser Aussichten zog Kesztyüs seinen Antrag zurück.

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