Stadt Hamm ruft den Klimanotstand aus

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Hamm – Der Rat der Stadt Hamm setzt ein deutliches Zeichen. Er erklärte gestern für die Stadt den Klimanotstand. Lediglich die FDP stimmte dagegen.

Künftig werden Rat und Verwaltung die Eindämmung des vom Menschen verursachten Klimawandels bei allen Entscheidungen berücksichtigen und „wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär behandeln, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.“ 

So hatte es das Klimabündnis Hamm formuliert. Vorausgegangen war der Entscheidung eine Debatte über verschiedene Anträge, die schließlich in einer Sitzungsunterbrechung mündete. OB Thomas Hunsteger-Petermann rief die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien Gruppen zu sich und handelte einen Deal aus, der (fast) alle Fraktionen zufriedenstellte. Danach will die Verwaltung bis zur Dezember-Ratssitzung mehrere Vorschläge zum Klima-, Umwelt- und Naturschutz prüfen und entsprechende Vorlagen erarbeiten. Im Blick soll die Verwaltung dabei die Entwicklung einer Energie-Agentur, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Mobilität haben. Eingearbeitet wurde auch die Forderung der Grünen, Klima- und Umweltschutz als zentrale Querschnittsaufgabe in der Verwaltung zu begreifen. 

Ob nun ein Klima- und Umweltdezernat eingerichtet wird, wird die Prüfung der Verwaltung zeigen. Vor der Unterbrechung hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Justus Moor an die Fraktionen appelliert, sich in der Klimafrage nicht in kleinen Scharmützeln zu verlieren.

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