Neue Zuständigkeiten im Rathaus

Stadt Hamm will Familien alles aus einer Hand geben

Rathaus der Stadt Hamm Symbolbild
+
Ein Bereich nur für Familien: Im Rathaus der Stadt Hamm wird umorganisiert.

Neuorganisation im Hammer Rathaus: Ab sofort werden die städtischen Ämter mit Familienbezug im neuen Familiendezernat zusammengefasst.

Hamm – Dr. Britta Obszerninks übernahm am Montag das Amt für schulische Bildung, die Stabstelle für soziale Planung, das Amt für Soziales, Wohnen und Pflege, das Jugendamt, das Amt für soziale Integration und das Gesundheitsamt als Dezernentin leiten. Bislang war sie für Bildung und Kultur zuständig. Der Bereich Kultur wurde aus dem Dezernat gelöst, ihn übernimmt Oberbürgermeister Marc Herter.

Hintergrund der neuen Organisationsstruktur ist, dass es künftig eine einheitliche Stelle für alle Familienangelegenheiten in der Verwaltung geben soll. OB Herter verspricht sich davon einen großen Schritt hin zu dem Bestreben, Deutschlands familienfreundlichste Stadt zu werden. Die Situation von Familien soll durch die Neuorganisation erheblich verbessert werden, weil Arbeitsabläufe optimiert und Synergien geschaffen werden.

„Wir wollen die Verwaltungsstrukturen den Bedürfnissen der Familien anpassen“, sagte der OB bei der Vorstellung der Planungen. Er wisse, dass dicke Bretter gebohrt werden müssten und wolle dabei auf Erfahrung und Wünsche der Verwaltungsmitarbeiter setzen. In Workshops sollen sie an dem neuen Konzept mitschreiben. Bis zum Ende des Jahres sollen greifbare Ergebnisse vorliegen.

Familien in der Stadt Hamm: Auch Jugendberufsagentur geplant

Herter: „Durch die Zusammenfassung stärken wir die Bindung zwischen den Ämtern, die bereits bisher eng zusammengearbeitet haben: Unter einem Dach schaffen wir Synergieeffekte und eine bessere Koordination und Steuerung der verschiedenen Dienstleistungen und Angebote für Familien in Hamm.“ Erste Erfahrungen habe die Verwaltung bereits bei der Erarbeitung der neuen Satzung für Betreuungsgebühren gemacht. Herter: „Hier sind jetzt erstmals Kitas, Tagespflege und OGS einheitlich geregelt – genau solche positiven Effekte erhoffen wir uns aus der Zusammenlegung.“

Die Verwaltungsspitze hat bei der Neuorganisation nicht nur das eigene Haus im Blick, sondern strebt zudem die Gründung einer „Jugendberufsagentur“ an.

Familien in der Stadt Hamm: Spürbare Verbesserung erwartet

Bislang kümmern sich in Hamm drei Stellen um junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden: Das Jobcenter, die Arbeitsagentur und das Jugendamt. Unter dem Dach der Jugendberufsagentur sollen diese zukünftig zusammenarbeiten. Alle drei Partner hätten inzwischen angekündigt, an dem Projekt mitarbeiten zu wollen. Die Kompetenzen der zuständigen Institutionen werden dabei enger verzahnt und koordiniert, damit junge Menschen „wie aus einer Hand“ unterstützt werden. Die Idee der Jugendberufsagenturen ist nicht neu, sie hat sich in anderen Städten schon etabliert.

Die neue Familiendezernentin Dr. Britta Obszerninks ist sich sicher, dass das Familiendezernat für die Familien in Hamm eine spürbare Verbesserung bedeuten wird. Eine weitere Aufgabe, die jetzt anstehe, sei die Erarbeitung von digitalen Angeboten für Familien, etwa bei der Antragsstellung für Leistungen aus dem Rathaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare