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Stadt gratuliert nicht mehr persönlich zum 80. Geburtstag

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Kommt der Handschlag aus der Mode?
Der persönliche Handschlag von Politikern zum 80. Geburtstag fällt in Hamm aus. © picture alliance/Uwe Anspach/dpa (Symbolbild)

Die Stadt Hamm plant, Altersjubilaren künftig erst zum 85. Geburtstag einen persönlichen Besuch samt kleinem Präsent abzustatten. Die CDU kann das nicht verstehen.

Hamm – Die Repräsentationsrichtlinien sollen nach einem erwarteten Beschluss durch den Rat an diesem Dienstag geändert werden. Aktuell findet der Besuch – zumeist durch den zuständigen Bezirksbürgermeister oder einen Vertreter – zum 80. Geburtstag statt. Die CDU ist gegen die Neuregelung.

„Das ist für mich auch eine Frage des Respekts und der persönlichen Wertschätzung gegenüber den 80-Jährigen: Das ist doch ein stolzes Alter, ein runder Geburtstag und für viele ein Fest, das gebührend gefeiert wird. Dann sollte auch weiterhin ein Vertreter der Stadt beziehungsweise des Stadtbezirks persönlich gratulieren. Das ist alles nicht nachvollziehbar, was hier vorgeschlagen wird“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Arnd Hilwig.

Der einzige verbliebene CDU-Bezirksbürgermeister, Björn Pförtzsch in Uentrop, werde die Änderung nicht mittragen: „Die bisherige Gratulationspraxis ist sehr gut angekommen. Daran sollten wir auf jeden Fall festhalten“, erklärt der 72-Jährige. An einer zeitlichen Überforderung könne es nicht liegen. „Wir haben ja in Hamm nicht nur sieben Bürgermeister, sondern auch jeweils noch mindestens zwei Stellvertreter in jedem Stadtbezirk. Personalmangel ist also kein Argument, auf Gratulationsbesuche zum 80. Geburtstag zu verzichten.“ Zudem hätten sich in der Vergangenheit auch die übrigen Mitglieder der Bezirksvertretungen an den Geburtstagsbesuchen beteiligt.

Gratulation nur noch schriftlich

Gratuliert wird von Stadtseite übrigens auch künftig zum 80. Geburtstag – durch ein Schreiben des Oberbürgermeisters oder Bezirksbürgermeisters, nur eben nicht persönlich übergeben. Gleiches erhalten „Geburtstagskinder“, die 81 bis 89 Jahre alt werden. Die Neuregelung sei ferner bereits in einer Sitzung des Bezirksrates am 18. März durch eine Verständigung der Bezirksbürgermeister auf den Weg gebracht worden, heißt es in der entsprechenden Beschlussvorlage für den Rat. - WA

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