Radwege und Fahrbahnen

Stadt Hamm gibt fast eine Million Euro für Radler aus

Der Radweg an der Marker Allee ist nur einer von vielen in der Stadt, der sich in schlechtem Zustand befindet.
+
Der Radweg an der Marker Allee ist nur einer von vielen in der Stadt Hamm, der sich in schlechtem Zustand befindet.

Die Stadt Hamm gibt erstmals mehr Geld für die Sanierung von Radwegen als für die Instandsetzung von Fahrbahnen aus.

Hamm – Ein 1,6 Millionen Euro schweres Programm für Unterhalt und Erneuerung von Straßen enthält 15 Radwege, für die mehr als die Hälfte des veranschlagten Geldes ausgegeben werden soll. Die Reparaturarbeiten ziehen überwiegend keine Straßenbaubeiträge nach sich; lediglich am Alten Uentroper Weg müssen die Anlieger zahlen.

15 Abschnitte des Radwegenetzes sollen einer Verwaltungsvorlage zufolge für zusammen 940.000 Euro instandgesetzt werden. 567.000 Euro will die Stadt für die Sanierung von zwölf Fahrbahnabschnitten ausgeben und 70.000 Euro für neue Pflasterungen. Für die Bürger kostenpflichtig soll lediglich die Erneuerung eines Radwegeabschnitts am Alten Uentroper Weg sein. Hier müssten die Anlieger 40.000 Euro übernehmen, das Land 40.000 und die Stadt 80.000.

Die Straßenbaubeiträge galten bisher als Hemmschuh für die Radwegesanierung. Während das Aufbringen einer neuen Fahrbahnoberfläche immer als beitragsfreie Reparatur galt, wurden Arbeiten an maroden Radwegen von der Verwaltung meist als kostenpflichtige Sanierung eingestuft – weil man dabei üblicherweise auch die Tragschichten erneuern und den Weg praktisch neu bauen musste. Hier hat die Verwaltung ihre Sicht offenbar – bis auf den Alten Uentroper Weg – geändert.

Mittelverteilung in der Kritik

Die bisherige Mittelverteilung bei der Straßenunterhaltung war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten. Der Radverkehr spielte im damaligen Programm für Fahrbahndecken noch keine Rolle. So blieb der ramponierte Radweg der Marker Allee 2019 außen vor, während die äußerlich intakte Fahrbahn mit großem Aufwand ausgebessert wurde. Stadtbaurätin Rita Schulze Böing hatte daraufhin ein eigenes Programm für die Sanierung von Radwegen angekündigt.

Über das nun vorliegende Unterhalts- und Erneuerungsprogramm entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 16. März.

Fahrbahnen:

Am Wasserkamp zwischen Arminstraße und Soester Straße (Gesamtkosten 12.000 Euro); Arminstraße zwischen Am Wasserkamp und Bernhard-Ketzlick-Straße (12.000); Forbachstraße zwischen Bodelschwingh- und Wilhelmstraße (14.000); Große Werlstraße zwischen Bahnübergang und Kamener Straße (95.000); Herrenstraße zwischen Dolberger Straße und und Sommerkamp (24.000); Höveler Straße zwischen Max-Heinold- und Münsterstraße (13.000); Kentroper Weg zwischen Heßler- und Josef-Wiefels-Straße (25.000); Memeler Straße zwischen Bockumer Weg und Sorauer Straße (35.000); Neue Bahnhofstraße, Kreuzung mit der Friedrichstraße (45.000 Euro); Sachsenring zwischen Münsterstraße und Sachsenweg (250.000); Südring zwischen Goethe- und Neuer Bahnhofstraße (40.000); Vinzenzstraße zwischen Josef- und Wilhelmstraße (6000).

Pflasterungen:

Am Schürbusch zwischen den Hausnummern 3 und 9 im Bereich der Insel (30.000); Langerbeinweg zwischen Krußenkamp (einschließlich der Kreuzung) und Stockumer Straße (40.000).

Radwege:

Adenauerallee zwischen Nordring und Abzweig Sportanlage (25.000); Alter Uentroper Weg zwischen Braamer und Ostwennemarstraße (160.000, beitragspflichtig); August-Schüttgen-Weg, Teilabschnitt des Verbindungsweges zum Sachsenring (45.000); Geithe-Radweg zwischen Hohefeldweg und Langer Reihe (70.000); Hafenstraße unter der Eisenbahnbrücke (25.000); Heessener Straße (Südseite), Teilabschnitt zwischen Mattenbecke und Afyonring (35.000); Heinrich-Spank-Weg zwischen Lodden- und Waterkamp (20.000 Euro); Herringer Weg (Südseite) zwischen Hausnummer 57 und Kamener Straße (75.000 Euro); Kerstheider Straße, Verbindungsweg zum Schafhuder Weg (20.000); Ludwig-Teleky-Straße zwischen Knappenstraße und St.-Georgs-Platz (50.000, abschnittsweise); Marker Allee zwischen Ahsebrücke und Soester Straße (90.000); Ostenallee (Südseite) zwischen Soester Straße und Seniorenresidenz (15.000); Ostring zwischen Otto-Krafft-Platz und Südstraße (55.000); Römerstraße (Westseite) zwischen Datteln-Hamm-Kanal und Hammer Straße (60.000); Vogelstraße (westlicher Geh- und Radweg) zwischen Dolberger Straße und Kleinem Sommerkamp (25.000).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare