Digitalisierung der Verwaltung

Stadt zu Homeoffice: „Müssen aufpassen, dass noch Mitarbeiter im Rathaus sind“

Rund 300 Mitarbeiter der Hammer Stadtverwaltung arbeiten dauerhaft im Homeoffice - Tendenz steigend.
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Rund 300 Mitarbeiter der Hammer Stadtverwaltung arbeiten dauerhaft im Homeoffice - Tendenz steigend.

Nicht erst seit Corona sind Digitalisierung und Homeoffice wichtige Themen in der Hammer Verwaltung. Jetzt hat sich die Stadt zum aktuellen Stand geäußert.

Hamm – Jürgen Schickhoff, Leiter des Amtes für Organisation und Informationsverarbeitung, und die Leiterin des Personalamtes der Stadt Hamm, Doris Bäumer, berichteten jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Personal und Verwaltungsmodernisierung zur aktuellen Situation. (News zum Coronavirus in Hamm)

Ohne digitalisierte Akten kein Homeoffice - System hilft

Deutlich wurde dabei vor allem, wie eng Digitalisierung und Homeoffice zusammenhängen. Denn ohne digitalisierte Akten sei Homeoffice nicht möglich, sagte Schickhoff. Die Akten vieler Bereiche würden jetzt mit erhöhtem Einsatz in ein Dokumentenmanagemantsystem (DMS) eingepflegt, das ein rechtssicherer Standard für die Stadtverwaltung werden soll.

Das so genannte „SER Doxis“ werde von vielen Städten in Deutschland verwendet. Die Hammer Verwaltung habe zurzeit 681 aktive Lizenzen für Mitarbeiter. 19 Organisationsbereiche arbeiten bereits im Pilotbetrieb, für elf weitere werden zurzeit Vorbereitungen getroffen.

„Wir bieten seit etwa 20 Jahren Homeoffice an und praktizieren das auch“, sagte Doris Bäumer. Anfangs sei es reine Aktenarbeit zuhause gewesen, mit der zunehmenden Digitalisierung sei Arbeit am und mit dem Computer möglich geworden. „Corona hat uns bei der Umsetzung geholfen“, sagte die Leiterin des Personalamtes.

Stadt durch Homeoffice-Angebot attraktiver für Bewerber

Motivation von Mitarbeitern, Zufriedenheit und die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf seien dabei stets die Ziele gewesen, so Bäumer weiter. Zudem würde das Homeoffice-Angebot die Stadt als Arbeitgeber attraktiver machen. „Viele Bewerber fragen gezielt nach Homeoffice, fordern es teilweise sogar ein“, so Bäumer weiter. Die Stadt gehe „wohlwollend“ mit diesen Wünschen um. „Wir wollen möglichst viel ermöglichen“, sagte die Leiterin des Personalamtes.

Zurzeit befänden sich 300 Mitarbeiter dauerhaft im Homeoffice – Tendenz steigend. Dabei gebe es einen klaren Rahmen für den Anteil des Homeoffice’ an der Gesamtarbeitszeit oder der technischen Ausstattung des Heimarbeitsplatzes. „Wir müssen natürlich aufpassen, dass noch Mitarbeiter im Rathaus sind“, sagte sie scherzhaft.

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