140 Baugenehmigungen im ersten Halbjahr

In Hamm wird wieder mehr gebaut: Stadt liegt deutlich über Landesschnitt

Die Zahlen Baugenehmigungen für Hamm weichen deutlich von der Entwicklung der Nachbarkreise ab.
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Die Zahlen Baugenehmigungen für Hamm weichen deutlich von der Entwicklung der Nachbarkreise ab.

In Hamm wird wieder mehr gebaut. Im ersten Halbjahr 2020 erteilte die Stadt 140 Baugenehmigungen für neue Wohnhäuser. Das sind 59,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Hamm/Düsseldorf – Die Zahl der Wohnungen stieg sogar um 73,3 Prozent. Landesweit nahm die Bautätigkeit um 7 Prozent zu, teilte das Statistische Landesamt IT. NRW jetzt mit.

115 Einfamilienhäuser wurden der Statistik zufolge von Januar bis Juni dieses Jahres genehmigt (+62 Prozent), außerdem 14 Zweifamilienhäuser (+75 Prozent) und elf Mehrfamilienhäuser (+22,2 Prozent), letztere mit zusammen 212 Wohnungen (+92,7 Prozent). 21 Wohnungen entstanden durch Um- oder Ausbauten bestehender Gebäude (+10,5 Prozent). Alles in allem wurden 376 neue Wohnungen genehmigt.

Hamm liegt über Landesschnitt

Damit weicht Hamm deutlich von der Entwicklung in den Nachbarkreisen ab. Hier stagniert der Wohnungsbau: Für den Kreis Coesfeld vermeldet IT.NRW bei genehmigten Wohnungen ein Minus von 31,2 Prozent, auch für die Kreis Soest (–0,2 Prozent), Unna (–9,8 Prozent) und Warendorf (–20,7 Prozent) gingen die Zahlen zurück.

Landesweit wurden IT. NRW zufolge in der ersten Jahreshälfte 28.744 neue Wohnungen genehmigt. Den stärksten Zuwachs habe es im Regierungsbezirk Arnsberg gegeben, zu dem auch Hamm sowie die Kreise Soest und Unna gehören (+22,7 Prozent). Im Regierungsbezirk Münster, der die Kreise Coesfeld und Warendorf umfasst, nahm die Bautätigkeit dagegen deutlich ab (–12,6 Prozent).

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Die Stadt sieht sich durch die IT.NRW-Statistik in ihrer Baupolitik bestätigt. „Wir spüren, dass Hamm von den Menschen immer stärker als attraktiver Wohnstandort wahrgenommen wird“, sagte ein Sprecher. Mit der Wohnbaulandinitiative sorge man dafür, dass gutes Bauland für alle Einkommensgruppen in allen Stadtteilen entsteht. Im ersten Halbjahr seien zahlreiche attraktive Wohngebiete und Bauvorhaben auf den Weg gebracht worden, beispielsweise am Alten Papenweg, an der Everding-, der Seeburger und der Taubenstraße.

Auch das Düsseldorfer Bauministerium beurteilt die Entwicklung positiv. „Die Baugenehmigung von heute ist der Wohnraum von morgen“, sagte Ministerin Ina Scharrenbach (CDU). Landesweit habe insbesondere der Mietwohnungsbau über die Maßen angezogen. Das sei eine erfreuliche Entwicklung.

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