Hammer Westen wird weiter gefördert

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Wer Eigentum im Hammer Westen besitzt, kann den Architekten in Anspruch nehmen.

HAMM-WESTEN - Im Hammer Westen können die Entwicklungsmaßnahmen fortgesetzt werden: Vom Land und dem Bund hat die Stadt Hamm einen Bewilligungsbescheid über 1,26 Millionen Euro erhalten.

 "Mit diesen neuen Investitionsmitteln und unserem städtischen Eigenanteil von rund 320.000 Euro können wir die langjährige, intensive Arbeit zur Erneuerung des Stadtteils Hamm-Westen und die Gestaltung des Lippeparks fortsetzen. Nach der Eröffnung der Rollsport-Trainingsstrecke freut mich, dass nun auch die Halde Radbod noch attraktiver in das Gesamtkonzept eingebunden wird", so Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Der Umbau der Südfläche Schacht Franz ist bereits abgeschlossen, die Bauarbeiten auf der Nordfläche sind im vollen Gange, und Anfang 2014 kann mit dem Bau der Brücken über Kanal und Lippe begonnen werden. Mit dem jetzt von Land und Bund zur Verfügung gestellten Geld wird der Lippepark noch attraktiver und noch besser erreichbar werden.

Geplant sind eine "Haldentreppe" und ein "Haldenzeichen" auf der Halde Radbod. Am neu gestalteten Herringer Bach soll ein sogenanntes "grün-blaues Klassenzimmer" entstehen, das den Schulen im Stadtteil einen Lern - und Erfahrungsort in der Natur bietet.

Darüber hinaus sind mit dem Bewilligungsbescheid weitere gute Nachrichten verbunden: Die Beratungsangebote der Stadtteilbüros an der Wilhelmstraße und der Friesenstraße sind nun bis Ende kommenden Jahres finanziell abgesichert.

Außerdem werden einzelne Arbeitersiedlungen im Rahmen einer überregionalen Betrachtung im "Handlungskonzept Siedlungskultur" besonders im Blickpunkt stehen. Hier koordiniert die Stadt Hamm federführend für weitere Städte die Planungsüberlegungen, für die auch große, überregionale Wohnungsbaugesellschaften als Partner gewonnen werden sollen.

Architekt für Hammer Westen kostet 30.000 Euro

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hatte in seiner jüngsten Sitzung zudem der Beauftragung eines Quartiersarchitekten für die Beratung der bau- und sanierungsinteressierten Eigentümer im Hammer Westen zugestimmt. Es gilt, so die Stadtverwaltung, den Stadtteil und seine städtebaulichen Qualitäten als lebenswertes Wohnquartier zu erhalten und den bestehenden Problemen Maßnahmen entgegen zu setzen. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf 30.000 Euro, davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen 80 Prozent.

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Der Hammer Westen zeichnet sich durch eine dichte Bebauung aus. Die bauliche Struktur verzeichnet einen hohen Anteil an Mehrfamilienhäusern. Dieser befindet sich zum einen in der Hand der gewerblich tätigen Wohnungswirtschaft, zum anderen ist eine hohe Anzahl von Einzeleigentümern zu verzeichnen.

Ein Teil des Wohnungsbestandes befindet sich in einem energetisch schlechten Zustand und ist in der Regel nicht barrierefrei. Der Wohnungsmarkt fordert heute dessen ungeachtet energieeffiziente Wohnungen und dem demographischen Wandel angepasste Wohnungsangebote. Insbesondere in weniger attraktiven Lagen führen diese Mängel zu Wohnungsleerständen. Auch ein Leerstand an Ladenlokalen sei, so die Stadt, zu verzeichnen. Insgesamt wirken sich diese Entwicklungen wiederum negativ auf das Wohnumfeld aus.

Der Quartiersarchitekt soll nun aus Sicht der Stadtverwaltung Sanierungsinteressierte beraten und so auch Themen der Modernisierung, der Barrierefreiheit und der Wohnzufriedenheit befördern. Hiervon werden sich im Rathaus weitere private Investitionen versprochen. Durch eine Vor-Ort-Beratung und Kontaktmöglichkeit im Stadtteilbüro soll ein niedrigschwelliges Angebot für eine breite Zielgruppe der Bewohner des Hammer Westens entstehen. Die Kosten für eine umfassende Beratung sollen übernommen werden.

Die Tätigkeit des Quartiersarchitekten wird sich aus einer wöchentlichen dreistündigen Präsenz im Stadtteilbüro und individuellen Beratungs- und Besichtigungsterminen in den Immobilien vor Ort nach Bedarf zusammensetzen. Mit dem Angebot vor Ort soll vor allem bei den Kleinsteigentümern die Schwelle zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema Sanierung gesenkt werden. Da Landesfördergelder im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ zur Verfügung stehen, hofft die Stadt zeitnah mit dem Angebot starten zu können. - asc/WA

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