Vergünstigungen für steten Einsatz

Stadt bereitet Einführung der Ehrenamtskarte für Hamm vor

Ehrenamtskarte - Wertschätzung - Vergünstigungen
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Ein Ausdruck der Wertschätzung ist die Verleihung der Ehrenamtskarte

Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung. Deshalb wurde in Hamm viele Jahre das Ehrenamtsfest gefeiert. Jahr für Jahr kamen zwischen 500 und 800 Gäste in den Kurhausgarten. Das Land NRW ging mit zahlreichen Städten, Kreisen und Gemeinden einen anderen Weg und führte vor über zehn Jahren eine landesweit gültige Ehrenamtskarte ein - sie könnte bald auch in Hamm eingeführt werden.

Hamm – Menschen, die sich in besonderem zeitlichem Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Ehrenamtskarte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen. Mit dem Machtwechsel im Hammer Rathaus könnte jetzt auch die Stadt Hamm sich in die Kommunen einreihen, die die Ehrenamtskarte ausgeben.

Seit es diese Rabattkarte in NRW gibt, bemühen sich Hammer Fraktionen immer wieder darum, dass die Karte auch in Hamm eingeführt wird. Bislang sind sie immer am Votum der CDU gescheitert. Man habe lieber ein großes Ehrenamtsfest gefeiert, als die Karte einzuführen.

Karte setzt Bedingungen voraus

Ex-OB Thomas Hunsteger-Petermann hatte betont, so mehr Menschen erreichen zu können. Bedingung für die Ausgabe ist nämlich ehrenamtliche Arbeit über mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr ohne eine pauschale Aufwandsentschädigung – genau darin sah Hunsteger-Petermann immer ein Problem: Die Anforderungen an die Karteninhaber schließe zahlreiche Ehrenamtliche aus, so seine Sichtweise.

Im Rathaus Hamm werden jetzt jedenfalls die Vorplanungen zur Einführung einer Ehrenamtskarte als Anerkennung für ehrenamtliches Engagement gestartet. „Die Verwaltung befindet sich derzeit in umfangreichen Vorbereitungen zur Erarbeitung von Vorschlägen zu Voraussetzungen, Vergabekriterien und sinnvollen Vergünstigungen“, heißt es aus dem Rathaus. Die Verwaltung reagiert damit auf einen Antrag von Pro Hamm. Die Ratsgruppe hatte in steter Regelmäßigkeit Jahr für Jahr die Einführung der Ehrenamtskarte gefordert. Die Hartnäckigkeit scheint sich gelohnt zu haben.

Juniorpartner konnte sich nicht durchsetzen

Doch nicht nur Pro Hamm hatte diese Karte eingefordert. 2017 hatte der Unterbezirksparteitag der Hammer SPD die Einführung der Ehrenamtskarte beschlossen., die SPD-Fraktion als Juniorpartner der großen Koalition konnte sich allerdings nie durchsetzen.

275 Kommunen beteiligen sich an der Initiative Ehrenamtskarte, 56 732 Ehrenamtskarten sind inzwischen in ganz NRW ausgegeben. Inhaber können damit Vergünstigungen in öffentlichen und privaten Einrichtungen in Anspruch nehmen, dazu gehören beispielsweise der verbilligte Eintritt in Bäder, Museen oder auch Theater. Das Land NRW listet 4 699 Vergünstigungen auf.

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