Bildung statt Fitness: Ehemaliges Glunz-Dorf wird umgebaut

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Im August sollen 45 Mitarbeiter der Stadtverwaltung zwei Bürohäuser des Glunz-Dorfs beziehen.

Hamm- Eine bewegte Geschichte hat das Bürodorf am Caldenhofer Weg: Glunz-Dorf, AhsePark, Zwangsversteigerung, Betrugsverfahren und mehr. Künftig wird es wohl ruhiger zugehen. Das ehemalige Glunz-Dorf wird in den nächsten Wochen und Monaten zur Außenstelle der Stadtverwaltung umgebaut.

Als Erstes soll im August die unter anderem für den Kindergarten-Bereich zuständige Abteilung „Frühkindliche Bildung“ dort einziehen. Zwei Bürohäuser sollen für die knapp 45 Mitarbeiter hergerichtet werden. Voraussichtlich Ende des Jahres soll anschließend auch die Abteilung „Deutsch als Fremdsprache“ an den Caldenhofer Weg umgelagert werden. 

In dem ehemaligen Hauptverwaltungsgebäude der Glunz-AG, in dem zuletzt das Fitnessstudio „FitPlus“ (geschlossen am 31. März 2018) untergebracht war, sollen elf Schulungsräume eingerichtet werden. Auch will die Stadtverwaltung diesen Gebäudeteil als Weiterbildungszentrum für eigene Zwecke nutzen.

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Ferner soll auf dem Gelände ein Kindergarten gebaut werden. Dies ist nach Auskunft der Stadt günstiger als eines der bestehenden Häuser für diesen Zweck umzubauen. Ausreichend Platz ist auf der 55.000 Quadratmeter großen Fläche vorhanden. Drei oder vier Gruppen sollen einmal in der neuen Einrichtung Platz haben; zunächst ist aber eine Änderung des Bebauungsplans nötig.

Pläne nur umsetzbar ohne neue Flüchtlingswelle

Alle Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt, dass keine neue Flüchtlingswelle auf die Stadt zurollt. Die Stadt hatte das Areal Ende 2016 für rund 4 Millionen Euro von Dr. Lars Schneider erworben, er hatte auch das Fitness-Studio auf dem Gelände betrieben. Zunächst war geplant gewesen, die Anlage zu einem Flüchtlingsdorf umzubauen. Drei Häuser wurden für diese Zwecke hergerichtet und sind auch aktuell mit Flüchtlingen belegt.

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