Sicherheit auf dem Prüstand

Poller für den Marktpatz? Stadt muss kräftig schlucken

So könnten die versenkbaren Poller am Marktplatz aussehen.
+
So könnten die versenkbaren Poller am Marktplatz aussehen.

Versenkbare Poller wie anderen Großstädten sollen Großveranstaltungen in der Hammer Innenstadt schützen. Sie sollen die großen schwarzen Wassersäcke ablösen. Das war der Plan.

Hamm – Mit dem Karneval ist eine weitere Großveranstaltung auf dem Marktplatz gerade beendet. Geschützt wurden die Feiernden im Zelt wieder durch Wasserkissen an den Zufahrtstraßen. Nach dem Willen der großen Koalition und per Ratsbeschluss sollte die Stadt ein Konzept erarbeiten, die Wasserbehälter durch versenkbare Poller zu ersetzen. Angesichts hoher Baukosten muss das Thema nun wohl noch einmal neu bewertet werden.

Ursprünglich war angedacht, die Poller im schnellsten Fall aus Haushaltsresten des laufenden Etats zu finanzieren. Doch das ist mittlerweile bloßes Wunschdenken geworden. „Wir reden über einen hohen sechs-, wenn nicht gar siebenstelligen Betrag“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. Das hätten die Prüfungen ergeben. Im Haushalt ist dieser Betrag nicht vorhanden, müsste also im Folge-Etat 2021/22 verankert werden. Doch ob es dazu kommt, ist fraglich. „Das ist ein immenser finanzieller Aufwand“, sagt Huster. „Möglicherweise muss das Thema noch einmal neu bewertet werden.“

Konzept schon weitgehend fertig

Am Konzept scheitere es jedenfalls nicht, denn dies sei über ein Ingenieurbüro weitestgehend fertiggestellt. Darin enthalten seien die Standorte für die Poller und ihre Anzahl, sowohl der fixierten als auch der versenkbaren. Demnach würden an allen Zufahrtstellen zum Marktplatz Poller installiert. Eine „gemischte“ Lösung habe keinen Sinn, so Huster. Wenn, dann müsse alles nach dem gleichen Prinzip funktionieren.

Ursprünglich waren die Kosten pro Poller auf rund 20.000 Euro geschätzt worden. Eingeräumt worden war auch, den Einbau zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen, sollten die Restmittel im laufenden Etat nicht reichen. Angesichts der errechneten Kosten stellt sich nun wohl die Frage, ob die Wassertanks nicht ausreichend Schutz bieten, kostengünstiger und in ihrer Optik hinnehmbar sind und das Geld letztlich für die Allgemeinheit anderswo nicht besser angelegt wäre.

Probeaufbau mobiler Sperren für den Hammer Weihnachtsmarkt

Probeaufbau mobiler Sperren für den Hammer Weihnachtsmarkt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare