Lehrer und Erzieher bald dran

Stadt erfreut über Impfquote in Hamm - Polizisten unzufrieden

Hammer Polizeibeamte sehen sich von Lehren und Erziehern überholt.
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Würden gerne aus dem Wartestand: Hammer Polizeibeamte sehen sich von Lehren und Erziehern überholt.

In Hamm ist seit dem Impfstart Ende Dezember mehr geimpft worden als im Bundesschnitt. Die Quote liege hier bei etwa 5 Prozent, heißt es aus dem Rathaus - bundesweit sei es ein Prozent weniger. Unmut gibt es aktuell aber bei der örtlichen Polizei.

Hamm - In Hamm haben mit Stand vom 21. Februar 8644 Menschen eine Erstimpfung erhalten. 3721 haben zudem bereits ihre Folgeimpfung bekommen. Im Bereich der stationären Pflegeheime dürften damit größere Ausbruchsgeschehen nicht mehr möglich sein: 4920 Erst- und 3142 Folgeimpfungen wurden mittlerweile dort verabreicht. Offenbar liegt die Impfbereitschaft in diesen Einrichtungen bei nahe 100 Prozent. (News zum Coronavirus in Hamm)

Knapp 2000 Bewohner leben in Hamm in einem Seniorenheim, das dort tätige Personal ist in etwa in gleicher Stärke vertreten. Dass Plus von den knapp 1000 weiteren Impfungen in diesem Segment sei damit zu erklären, dass auch die Bewohner von angegliederten Seniorenwohnungen vielfach mitgeimpft worden seien, heißt es aus dem Rathaus.

Im Impfzentrum wurden bislang 2285 Erst- und 80 Folgeimpfungen verabreicht, in den Krankenhäusern waren es 1439 Erst- und 499 Folgeimpfungen. Angesichts der zu erwartenden Mehrlieferungen erwägt die Stadt, ab der kommenden Woche im Impfzentrum an der Friedensschule die dritte oder gar auch vierte Impflinie in Betrieb zu nehmen.

Corona-Impfungen in Hamm: Bevorzugung von Lehrer/Erziehern empört Polizei

Das Heraufstufen von Lehrern und Erziehern in die Impf-Prio-Gruppe 2 war am Dienstag großes Thema im Rathaus. Geschätzt profitieren etwa 2000 bis 2300 Beschäftigte aus den Kindertagesstätten und rund 700 Grundschullehrer von dieser Kehrtwende der Landesregierung. Um den Impfstart Anfang März für diese Beschäftigten organisiert zu bekommen, wurden Listen und Anschreiben auf den Weg gebracht.

Weniger Begeisterung löste die Entscheidung in Reihen der Hammer Polizei aus. Dirk Schade, Personalratsvorsitzender und Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe (Gewerkschaft der Polizei) erklärte stellvertretend für die Belegschaft sein Unverständnis. „Ich gönne es jedem Lehrer und möchte auch keine Neiddebatte. Aber: Wenn sich ein Lehrer infiziert, kann die Schule wieder in den Distanzunterricht gehen. Bei der Polizei funktioniert das nicht.“ Auch die Hammer Polizei sei von Corona-Fällen nicht verschont geblieben und setze sich im Einsatz steter Gefahr aus.

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