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Staatsschutz ermittelt gegen rechte HSV-Fans

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Von: Frank Lahme

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Die Hammer Polizei sucht nach Zeugen.
Die Hammer Polizei sucht nach Zeugen. © dpa

Hamm - In die Ermittlungen um die Prügelei vor dem sonntäglichen Fußballspiel der Hammer SpVg gegen den SV Lippstadt hat sich der Staatsschutz eingeschaltet.

Hintergrund ist, dass die fünf bislang ermittelten Tatverdächtigen allesamt der rechten Szene zuzuordnen sind. Die Beamten des in Dortmund angesiedelten Staatsschutzes suchen nun dringend nach Zeugen, die im Vorfeld der Oberliga-Begegnung von der Schlägerei auf dem Exerzierplatz etwas mitbekommen haben. Wie berichtet, war die Polizei gegen 14.30 Uhr von Stadiongängern über die Handgreiflichkeiten auf dem an diesem Tag zur Parkplatzfläche umgenutzten Grünstreifen angesprochen worden. Rund 20 Personen sollen daran beteiligt gewesen sein.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, war keine Schlägerei mehr im Gange, und lediglich fünf Personen – mindestens vier davon Sympathisanten der Hammer SpVg – wurden noch angetroffen. Die 18, 24, 26 und 29 Jahre alten „Fans“ stammen aus Dortmund, Chemnitz und Marl und haben einen rechtsextremen Hintergrund. Der Fünfte, ein 18-jähriger Hammer, soll zu fliehen versucht und eine Polizistin angegiffen haben. Ein Diensthund biss dem ebenfalls zum rechten Spektrum zählenden Heranwachsenden in den Oberschenkel.

Hinweise bearbeitet die Polizei unter Telefon 916-0.

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