Krankenhausfusion

Hammer St.-Marien-Hospital gehört zu neuem Krankenhaus-Riesen

Das Portal des St.-Marien-Hospitals an der Nassauerstraße in Hamm.
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Das St.-Marien-Hospital in Hamm soll Teil eines größeren Verbundes im Ruhrgebiet werden.

Hamm / Dortmund – Das Hammer St.-Marien-Hospital soll Teil eines Großverbundes katholischer Krankenhäuser im östlichen Ruhrgebiet werden. Die Dortmunder St.-Johannes-Gesellschaft, der das Hammer Haus zu 100 Prozent gehört, kündigte einen Zusammenschluss mit weiteren Häusern in Dortmund, Lünen, Schwerte und Werne an. Für Mitarbeiter und Patienten in Hamm soll sich dabei nichts ändern.

Die St.-Johannes-Gesellschaft, die Dortmunder St.-Lukas-Gesellschaft, das Marienkrankenhaus Schwerte und das Katholische Klinikum Lünen-Werne wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren und planen einen Zusammenschluss. So könne man die medizinischen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der vier Gesellschaften. Patienten würden von einer besseren medizinischen Versorgung profitieren.

Sollte das Kartellamt dem Zusammenschluss zustimmen, könnte 2021 einer der bundesweit größten kirchlichen Krankenhausverbünde mit 800 Millionen Euro Jahresumsatz entstehen. Der Verbund würde zehn Krankenhausstandorte (3 400 Betten), vier Altenheime (400 Plätze) und eine Jugendhilfeeinrichtung (175 Plätze) umfassen und rund 9 000 Menschen beschäftigen. Einen Namen gibt es für den neuen Krankenhausriesen allerdings noch nicht.

Das St.-Marien-Hospital kommt derzeit auf 527 Betten und rund 1 350 Mitarbeiter. In Hamm solle sich durch den Zusammenschluss für Mitarbeiter und Patienten nichts ändern, sagte Thomas Tiemann, Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals. Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Klinikverbünden in Hamm solle wie gewohnt fortgesetzt werden. Auch im größeren Verbund würden Patienten nicht automatisch nach Dortmund geschickt.

Vorteile biete der geplante Zusammenschluss vor allem im logistischen Bereich, so Tiemann. Ein positives Beispiel dafür sei das Zentrallabor, dass seit der Übernahme des St.-Marien-Hospitals durch die St.-Johannes-Gesellschaft leistungsfähiger geworden sei.

Auch im Bausektor seien in einem größeren Verbund Vorteile zu erwarten. Innerhalb des angestrebten Zusammenschlusses kenne man sich bereits gut, nicht zuletzt durch die gemeinsame Schule für Pflegekräfte.

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