St.-Josef-Krankenhaus auf Konsolidierungskurs

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Das St.-Josef-Krankenhaus befindet sich weiterhin in der Konsolidierungsphase. Betriebswirtschaftlich bessere Ergebnisse werden erwartet, wenn die medizinische Spezialisierung im Bereich Urologie abgeschlossen wird. Derzeit laufen im Erdgeschoss und in der 5. Etage die Umbaumaßnahmen auf Hochtouren. ▪

BOCKUM-HÖVEL ▪ Dass heute das St.-Josef-Krankenhaus auf wirtschaftlich gesünderen Füßen steht als vor dem Zusammenschluss mit der Barbara-Klinik, davon ist Matthias Kaufmann, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung der St.-Barbara-Klinik Hamm GmbH, überzeugt. Unter dem Dach der Franziskus Stiftung, die größte konfessionelle Krankenhausträgerin in Nordwestdeutschland, scheint der Konsolidierungsprozess des Bockum-Höveler Krankenhauses auf einem guten Weg zu sein. Abgeschlossen würde diese Phase jedoch nie, betont der für Bockum-Hövel zuständige Geschäftsführer Frank Lohmann, der jedoch mit einer betriebswirtschaftlichen guten Entwicklung rechnet.

Die Veränderungsprozesse haben im vergangenen Jahr erst einmal für Einschnitte gesorgt, wie auch aus der Jahresbilanz der Franziskus Stiftung hervorgeht. Die Zahl der Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr um 15,88 Prozent auf 233 (2009 noch 277) zurückgegangen. Die Zahl der stationären Patienten ist im Vergleich zu 2009 von 6 612 auf 5 317 im Jahr 2010 um 19,59 Prozent gesunken. Im ambulanten Bereich gab es ein Minus von 25,42 Prozent (209 waren es 8 305 Patienten und 2010 noch 6 194). Die Behandlungstage verringerten sich dadurch um 21,94 Prozent von 42 165 auf 32 916.

Das werde sich nach Auffassung von Kaufmann und Lohmann allerdings in diesem Jahr schon entgegen gesetzt entwickelt, wenn ab November die Urologie ihren Betrieb in Bockum-Hövel aufnehmen wird. Wie berichtet, werden derzeit mehr als drei Millionen Euro für den Aufbau der Urologie im Erdgeschoss und den Umbau der 5. Etage in einen Wahlleistungsbereich investiert.

Mit dem Umzug der Urologischen Abteilung von der Barbara-Klinik nach Bockum-Hövel werden 2 400 stationäre und 4 500 ambulante Patienten in dieser Fachabteilung pro Jahr im St.-Josef-Krankenhaus erwartet. Mehr als 40 Mitarbeiter dürften zusätzlich an diesem Standort arbeiten. Betroffen von der Verlagerung sind 12 Mitarbeiter im ärztlichen Dienst, 20 Pflegekräfte und sechs Mitarbeiter aus dem Funktionsbereich.

Am Wochenende 15./16. Oktober, wenn aus Anlass der Feiern zur 100-jährigen Grundsteinlegung des alten „St. Jupp“ die Bevölkerung eingeladen wird, soll auch schon der Bereich der Urologie vorgestellt werden. Die Neugestaltung der Notfallambulanz und die Integration des chirurgischen Medizinischen Versorgungszentrums im Haus sind bereits abgeschlossen. Eine der nächsten Investitionen für das Krankenhaus wird noch der Bau eines Blockheizkraftwerkes sein, um auch die Betriebskosten wirtschaftlicher gestalten zu können.

An einer Lösung zur besseren Verkehrsanbindung werde derzeit gearbeitet, berichten Kaufmann und Lohmann. Geprüft wird derzeit, ob die Buslinie 2 über die Klemmestraße zum Krankenhaus geführt werden kann. Dazu müsse dann eine Wendemöglichkeit am Krankenhaus geschaffen werden. Fest steht schon, dass der Parkplatz am St.-Josef-Krankenhaus „bewirtschaftet“ wird. Der Parkdruck werde sicher größer, wenn mehr Patienten zum Krankenhaus kommen. ▪ hwaÔHeessen

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