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Sparpläne konkreter: Stadtwerke bauen 60 Stellen ab

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Von: Jan Schmitz, Alexander Schäfer

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© Mroß

Hamm - Bei den Stadtwerken Hamm sollen in den nächsten Jahren im technischen Bereich und den Servicebereichen rund 60 Stellen abgebaut werden.

Diese Zahl nannte das Unternehmen auf Anfrage des WA und konkretisierte damit die bereits bekannt gewordenen Sparpläne in Höhe von fünf Millionen Euro. Grund der Sparmaßnahmen seien nicht die Energieprojekte und Beteiligungen der Vergangenheit, wie die HammGas oder das Steinkohlekraftwerk in Uentrop, bei denen die Stadtwerke Verluste in Millionenhöhe einfuhren, sondern „allein die sich abzeichnenden Ergebniseinbußen in der Energie- und Wasserversorgung“.

Die neue Organisationsstruktur soll im kommenden Jahr umgesetzt werden, von den Veränderungen seien insgesamt etwa 400 Mitarbeiter betroffen. Die Veränderungen betreffen, so Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm, die Energie- und Wasserversorgung, also die technischen Bereiche Strom, Erdgas, Trinkwasser und die Fernwärme sowie die diese Bereiche unterstützenden Serviceeinheiten der Verwaltung (unter anderem Personal, Finanz- und Rechnungswesen). Nicht betroffen sind dagegen die Bereiche Vertrieb, ÖPNV, Bäder und Hafen. H

elm betonte, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. „Einige Mitarbeiter werden sich allerdings auf neue Aufgaben einstellen müssen.“ Man werde außerdem bei Sach- und Materialkosten sparen. Kürzungen beim Gehalt seien nicht geplant. „Wir arbeiten auf der Basis des Tarifvertrages Versorgung, daran gibt es nichts zu rütteln“, so Helm. Der Konzern Stadtwerke gab im vergangenen Jahr für Löhne, Gehälter und Sozialabgaben 47 Millionen Euro aus.

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