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Spannendes Vogelschießen in Westtünnen: Große Freude über Volltreffer beim König

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Von: Friedrich Kulke

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Die neuen Majestäten von Westtünnen und ihr prachtvoller Hofstaat
Die neuen Majestäten von Westtünnen und ihr prachtvoller Hofstaat: Rene und Britta Kiese, Michael und Simone Kiese, Max Neumann und Maja Kiese, Christian und Nicole Eichler, Martin und Claudia Breer, Peter und Petra Klatt, Justus Breer und Sarah Eichler, Sebastian und Sarah Christ, Stefan und Barbara Schulze Geiping, Johannes Breer und Claudia Kalka, Daniel und Daniela Aufermann, Michael Hemmer und Anni Oswald, Jörn und Sonja Steben, Dirk und Steffi Hemeier, Andre und Andrea Weige, Konstantin Weige und Luca Lauerwald, Dennis und Natalie Schlummer, Peter Apholt und Jaqueline Krämer, Kevin und Anka Hass, Niels und Ina Pannewig, Robert und Stefanie Molenda. © Bruse

Dass diesmal nicht rund um die Von-Thünen-Halle gefeiert werden konnte, tat der guten Stimmung beim Schützenfest in Westtünnen keinen Abbruch.

Westtünnen – Reiner Breer ist neuer Schützenkönig von Westtünnen. Als der 41-jährige Ingenieur am Samstagabend um 19.49 Uhr mit dem 179. Schuss die Reste aus dem Kugelfang fegt, freut er sich riesig und wird mit musikalischer Begleitung des Spielmannszuges Herrringen in die Avantgardenlaube getragen, wo er gemeinsam mit Ehefrau Konstanze (41) als neues Königspaar von Westtünnen gefeiert wird. Die Stimmung ist bereits zu diesem Zeitpunkt riesig und steigt später im Festzelt bei der Party mit der Band „Querbeat“ noch einmal.

Königspaar: Reiner und Konstanze Breer
Das frisch gebackene Königspaar: Reiner und Konstanze Breer werden im Schützenverein Westtünnen gefeiert. © Bruse

Bevor Breer als neuer Schützenkönig von Westtünnen gefeiert werden konnte, fand ein spannendes Vogelschießen statt. Das Finale bestritten neben Breer, der auch aktueller Abteilungskönig der Gruppe „Bündnis 19“ ist, auch Max Neumann (25), Daniel Klemckow (43) und Dennis Schlummer (32). Besonders Neumann hatte mit seinen Treffern die Zuschauer begeistert. Einmal dachten viele, der Vogel würde nach seinem Schuss, es war der 163. fallen, doch letztlich blieb er oben und das Schießen wurde fortgesetzt.

Positives Fazit trotz Ortswechsel

Alles gleich und doch alles anders – so könnte man das Schützenfest 2020 durchaus auch beschreiben. Oder mit Grönemeyers Worten: „Bleibt alles anders“. Gleich geblieben war im Vergleich zu den Schützenfesten vor der Pandemie, dass die Stimmung riesig und die Beteiligung bei den Ausmärschen sehr gut war. Anders war, dass diesmal nicht rund um die Von-Thünen-Halle gefeiert werden konnte. Weil sie zurzeit als Flüchtlingsunterkunft bereitsteht, wurde das Schützenzelt auf dem Schulhof der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule aufgebaut.

Vorsitzender Dennis Grimm zog ein überaus positives Fazit: „Es ist schön, dass unsere Mitglieder so zu ihrem Verein stehen, das ist ein tolles Zeichen der Verbundenheit.“

Die einen kommen, die anderen gehen

Beim Schützenfest endete die Regentschaft von Petra und Peter Klatt. 2019 hatte Petra Klatt als zweite Frau im Verlauf der Vereinsgeschichte den Vogel abgeschossen und seither gemeinsam mit Ehemann regiert. „Es war sehr schön, in Westtünnen Königin gewesen zu sein, das wird mir immer in Erinnerung bleiben“, so Klatt. Sie hatte im Vorfeld dem Vogel auch einen besonderen Namen gegeben. Sie taufte ihn auf „Hobschi vom Dierhagen“, um an ihren Vater zu erinnern. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass sie am Königsschießen teilnahm.

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