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Noch kein Corona-Fall in Hamm, doch Fachleute sind wachsam

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Von: Ines Engelmann

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Mundschutzmasken sind in den Hammer Apotheken oft vergriffen. Sie werden aber immer wieder nachgeordert.
Mundschutzmasken sind in den Hammer Apotheken oft vergriffen. Sie werden aber immer wieder nachgeordert. © picture alliance/dpa (Symbolbild)

In Hamm gibt es noch keinen Coronavirus-Verdachtsfall. Doch die zunehmende Wahrscheinlichkeit, dass auch unsere Stadt betroffen sein wird, hat etliche Fachleute der Stadt für Beratungen zusammengebracht.

Hamm - Die Runde mit Vertretern des städtische Gesundheitsamts, der Feuerwehr sowie Vertretern der Hammer Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte besprach am Donnerstag das gemeinsame Vorgehen mit Blick auf den Coronavirus. Die Arbeitsgruppe werde ab sofort wöchentlich tagen und den aktuellen Sachstand in NRW und Hamm, Informationsketten sowie geplante Abläufe für den Fall des Auftretens von Infektionen in Hamm besprechen, teilte die Stadt im Anschluss mit.

Thematisiert wurde unter anderem das Vorgehen im Ernstfall und die Informationsverbreitung für die Bevölkerung. "Alle Akteure ziehen an einem Strang", betont Theo Hesse, Fachbereichsleiter Gesundheit der Stadt Hamm. Auch wenn es in Hamm bisher keine Infektionen mit dem Coronavirus gebe, sei man für den Fall sehr gut vorbereitet".

Stadt Hamm gibt hilfreiche Infos

„Damit wollen wir auch der Hysterie entgegenwirken“, heißt es aus der Pressestelle der Stadt Hamm. Die Arbeitsgruppe habe sich darauf geeinigt, dass möglichen Corona-Patienten empfohlen werde, nicht das Haus zu verlassen und beim Arzt oder im Krankenhaus anzurufen, um eine vorgefertigte Checkliste durchzusprechen. Sollte dann der Verdacht auf eine Infektion bestätigt werden, erfolgten Untersuchung im Krankenhaus. Das Gesundheitsamt stehe in Kontakt mit Ärzten, Krankenhäusern und Institutionen, um mögliche Ansteckungswege zügig zu erforschen.

Die Stadt Hamm hat hier auf ihrer Internetseite Informationen rund um das Virus, empfohlene Verhaltensweisen und Linktipps mit weitergehenden Informationen zusammengestellt.

Die vielköpfige Arbeitsgruppe zum Coronavirus tagte am Donnerstag zum ersten Mal.
Die vielköpfige Arbeitsgruppe zum Coronavirus tagte am Donnerstag zum ersten Mal. © Stadt Hamm

Mundschutz in Hamm oft vergriffen

Motiviert durch die intensive Berichterstattung wappnen sich auch Hammer bereits für den Ernstfall: Atemschutzmasken sind in den Apotheken oft schnell vergriffen. Apotheker bemühen sich, ihren Vorrat wieder aufzufüllen. Doch helfen diese Masken überhaupt vor einer Infektion?

Hamms Apothekersprecher Dr. Werner Cobet ist von dem Nutzen der Masken überzeugt: „Natürlich helfen diese Atemmasken gegen eine Ansteckung, aber es gibt unterschiedliche Ausführungen.“ In Apotheken könnten in der Regel drei verschiedene Masken gekauft werden. Die Beste ließe nur ein Prozent an Krankheitserreger durch.

Apotheker und Ärzte mahnen zu Ruhe

Für diejenigen, die keine Atemmaske mehr bekommen, gibt Cobet aber Entwarnung: „Es hilft schon, sich bei Menschenmengen den Schal vor den Mund zu legen, denn der Coronavirus wird durch die Tröpfcheninfektion übertragen.“ Grundsätzlich müsse man sich laut Cobet in Hamm aber keine Sorgen machen, denn die Anzahl der Erkrankten in Deutschland sei vergleichsweise zum Grippevirus gering.

Dr. Matthias Bohle, Sprecher des Hammer Ärztevereins, stimmt den Aussagen des Apothekers zu: „Eine konkrete Gefahr für Hamm gibt es bisher nicht.“ Bisher sei auch nicht nachgewiesen, dass mehr Menschen durch das neue Virus sterben, als bei einer Grippe. Über allem sehen sich die Krankenhäuser in Hamm gut vorbereitet.

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