Hammer Hitze: So belastet sind die Teichbewohner

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Der Ebert-Teich an der Oberonstraße führt deutlich weniger Wasser als gewohnt.

Hamm - Die andauernde Hitzewelle macht auch den Wasserbewohnern in Teichen und Seen zu schaffen. Pegelstände in den Teichen sinken, die Algenbildung nimmt durch die hohe Sonneneinstrahlung zu – Fische und Frösche sind dann akut bedroht.

In Bochum führte das Sommerwetter dazu, dass der Stadtparkteich „umkippte“ und nicht mehr genug Sauerstoff im Wasser war. Die Folge war: Hunderte Fische erstickten und trieben an der Oberfläche. In Dortmund versorgte die Feuerwehr den Rombergpark-See mit frischem Wasser und Sauerstoff, nachdem der Pegel auf kritische 90 Zentimeter gesunken war.

In Hamm sei die Situation ganz im Gegensatz zu anderen NRW-Städten noch entspannt, teilt die Stadt mit. „Diese Problematik haben wir im Griff. Konkrete Maßnahmen mussten wir noch keine einleiten“, sagt Stadtsprecher Tobias Köbberling. Viele der Teiche würden dauerhaft mit frischem Wasser gespeist, sodass die Pegelstände stabil blieben.

Hammer Kurparkteich komplett grün

Um die Gefahr von zu viel biologischem Material im Teich zu verhindern, werden die Gewässer in Hamm regelmäßig von Unrat und Ablagerungen befreit. Im Selbachpark – wo der Teich besonders anfällig ist, umzukippen – wurde das erst im Juni getan, wie Köbberling erklärt. „Hätten wir das nicht gemacht, wäre der Teich früher oder später umgekippt.“

Bleibt die Hitzewelle stabil, kann es in den kommenden Wochen aber durchaus erforderlich werden, dass die städtischen Mitarbeiter noch einmal tätig werden müssen. Um frühzeitig einzugreifen, beobachte der Fischereiberater der Verwaltung die einzelnen Gewässer. „Die erste Maßnahme wäre dann sicherlich auch bei uns, Frischwasser einzuleiten“, sagt Köbberling. Und weiter: „Algen und Schlamm zu entfernen, wäre eine aufwendigere Notmaßnahme.“

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