Verbesserungen

„Sleeperoo“ ist zurück: Schlaf-Kultstätte befindet sich wieder auf Hof Sonntag

Trockenes Plätzchen auf der Obstbaumwiese: Thorsten Sonntag ist vom Konzept des Sleeperoo überzeugt.
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Trockenes Plätzchen auf der Obstbaumwiese: Thorsten Sonntag ist vom Konzept des Sleeperoo überzeugt.

Schlafwürfel in Uentrop: Das beliebte „Sleeperoo“ ist zurück auf dem Hof Sonntag und kann ab dem 1. Juni wieder gebucht werden – sofern die Coronasituation es dann zulässt.

Hamm – Diana und Thorsten Sonntag hatten sich eigentlich Ende des vergangenen Jahres dazu entschlossen, den futuristisch anmutenden Schlafwürfel nicht mehr auf ihrer „Nutztier-Arche-Sonntag“ anzubieten. Aber die Zweifel, die damals für das Aus gesorgt hatten, sind nun ausgeräumt, sodass es mit einigen Neuerungen weitergeht.

Am 1. Juni 2020 stand das „Sleeperoo“ erstmals für Übernachtungen auf dem Hof in Uentrop-Schmehausen zur Verfügung. Das Besondere: Die ungewöhnliche Schlafmöglichkeit steht inmitten einer Streuobstwiese, auf der auch die beiden zutraulichen Esel Joshi und Paul leben. Das Konzept des Naturerlebnisses kam dabei so gut an, dass zwischen Juni und dem Saisonende Mitte Oktober insgesamt 72 Übernachtungen – unter anderem von Singles, Paaren, jungen Leuten, Senioren und Familien – zustande kamen. „Mit dieser Resonanz haben wir nicht gerechnet“, sagt Thorsten Sonntag.

Probleme gab es dennoch, unter anderem wegen zu viel Müll, den die Gäste hinterließen. „Wir mussten ein Mal in der Woche zur Deponie fahren“, erklärt Sonntag und fügt hinzu, dass dies nicht in das Konzept der Nachhaltigkeit des Hofes gepasst habe. Schwierig war zudem, dass viele Gäste eine Hofführung erwartet hatten, diese jedoch nicht immer in den Zeitplan eines Bauernhofes mit festen Abläufen gepasst habe.

„Sleeperoo“ ist zurück: Upgrades

Das Unternehmen „Sleeperoo“ wollte die Zusammenarbeit aufgrund der großen Beliebtheit des Standortes gerne fortführen und reagierte auf die Kritik aus Uentrop. Angenommen hat man sich etwa der Nachhaltigkeitsproblematik. „Der Müll in der Chill-Box, die es zu jeder Übernachtung dazu gibt, ist reduziert worden“, erklärt der Hofbetreiber. Eine Verbesserung gibt es auch hinsichtlich des Reinigungsaufwandes. Der ist geringer geworden, unter anderem, weil die neue, dritte Generation des „Cubes“ herausnehmbare Bretter im Inneren besitzt und damit leichter sauber zu machen ist. Ebenfalls neu ist, dass eine Hofführung nicht mehr online gebucht werden kann, sondern nur noch nach Absprache vor Ort. Auch die An- und Abreisezeiten sind angepasst worden.

Weiterhin buchbar sind für die Gäste des „Sleeperoo“ ein Frühstücks- sowie ein Grillpaket. Hinzu kommt seit Neuestem jedoch, dass es auch einen Hofladen gibt, der jedem Gast rund um die Uhr in einer kleinen Hütte zur Verfügung steht. Ebenfalls in einer Hütte untergebracht ist nun eine Toilette, sodass die „Sleeperoo“-Gäste nicht mehr das Bad in „Onkel Jenkes Hütte“ nutzen können, weil dies die dort urlaubenden Gäste störte.

Darüber hinaus erhält künftig jeder Übernachtungsgast die Hausordnung, damit niemand aus der sprichwörtlichen Reihe tanzt und sich an die Regeln hält. Mit diesen und weiteren kleinen Veränderungen beherbergen die Sonntags nun gerne wieder Gäste im „Sleeperoo“. Denn: „Es passt jetzt besser in unseren Tagesablauf“, betont Thorsten Sonntag im Hinblick darauf, dass die Familie nun mal die Nutztier-Arche betreibt und deshalb das Wohl der Tiere im Vordergrund steht.

Landwirtschaft im Sinne des Tierwohls

Das Beherbergen von Gästen macht den Schmehausenern dabei grundsätzlich Spaß, schließlich gab es im vergangenen Jahr auch viele nette Begegnungen. Den Besuchern wolle man neben dem Naturerlebnis vor allem eines näherbringen: „Unser Konzept einer regenerativen Landwirtschaft“, erklärt Thorsten Sonntag. Auf der Nutztier-Arche sei es beispielsweise so, dass die Rinder das ganze Jahr draußen sind und sie in Mutterkuhhaltung gehalten werden. Und: „Wir möchten den Leuten zeigen, dass Schweine nicht rosa sind“, fügt der Hofbetreiber mit einem Lächeln hinzu. Er möchte demonstrieren, wie Landwirtschaft im Sinne des Tierwohls funktionieren kann.

Buchbar sind die Übernachtungen im „Sleeperoo“ erst dann, wenn es die Corona-Situation zulässt. Denn aktuell dürfen in NRW nur Geschäftsreisende Zimmer und Co. buchen. „Wir hoffen auf den 1. Juni“, gibt sich Thorsten Sonntag aber optimistisch. Geplant ist die Saison wieder bis zum 15. Oktober.

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