Auf Straßen und Wegen im Stadtbezirk Uentrop

Im Slalom um die Pferdeäpfel - Vermehrt Hinterlassenschaften

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Mitten auf der Fahrbahn liegt dieser Pferdemist, sodass er von Rad- und Autofahrern umkurvt werden muss.

Hamm – Es ist Dienstagnachmittag, nur einige wenige Autos stehen auf dem Parkplatz des Friedhofs Werries. Und doch sticht der Parkplatz schon von der Lippestraße aus ins Auge.

Denn in der Mitte des Areals liegt ein Haufen Pferdemist. Dass dieses Beispiel keine Ausnahme ist, davon berichtet Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch, der deshalb einen Appell an die Reiter richtet.

Angesprochen worden sei er gleich von mehreren Bewohnern des Bezirks Uentrop, die sich über die Hinterlassenschaften von Pferden auf Parkplätzen und vor allem auf Rad- und Fußwegen beschwert haben. Ganz konkret geht es um vier Bereiche im Bezirk: Dazu gehören neben dem Friedhof Werries auch die Fuß- und Radwege in der Geithe, in den Lippeauen und an der Adenauerallee. Unklar ist, wer für die liegen gebliebenen Pferdeäpfel verantwortlich ist. Für den Bezirksvorsteher ist dafür aber klar, dass das nicht so weitergehen kann – mal ganz abgesehen davon, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt.

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Reiter tragen Verantwortung 

„Die Reiter sollen ein Bewusstsein dafür erlangen, dass sie die Hinterlassenschaften der Pferde nicht einfach liegen lassen sollen“, appelliert Pförtzsch daher an alle Reiter, die in die freie Natur ausreiten. Eine Pauschalkritik gegenüber Reitern ist dies aber ausdrücklich nicht. Denn klar ist auch, dass die meisten Reiter sich darum kümmern, die Pferdeäpfel auf öffentlichen Wegen und auf Parkplätzen wegzumachen. Wer im speziellen für die zuletzt gesehenen Haufen verantwortlich ist, weiß daher keiner so recht. Es dürfte sich aber um einzelne Reiter handeln.

Zum Beispiel auf dem Parkplatz des Friedhofs Werries liegen Pferdeäpfel.

„Reiter tragen eine Verantwortung für die Umwelt und auch für die Rad- und Fußwege“, betont Pförtzsch erneut. Alternativen zu Fuß- und Radwegen gibt es dabei an mehreren Stellen im Bezirk. Unter anderem im Bereich der Lippestraße sowie in der Geithe gibt es Reitwege.

Hundebesitzer als Vorbild

Auch er selbst habe das schon gesehen, dass Pferdemist auf einem Radweg lag. „Da musste man Slalom fahren“, sagt der Bezirksvorsteher. „Das kann man doch nicht einfach liegen lassen“, betont er. Schließlich dürften das beispielsweise auch Hundebesitzer nicht. Auch sie müssten die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wegmachen – ansonsten droht wie bei den Pferden eine Geldstrafe.

Dass sein Appell wirkt und künftig keine Pferdeäpfel mehr auf den öffentlichen Wegen im Bezirk Uentrop liegen bleiben, hofft der Bezirksvorsteher übrigens auch aus einem ganz anderen Grund. „Das schadet dem eigenen Ansehen“, sagt er im Hinblick darauf, dass das Verhalten einiger weniger, rücksichtsloser Reiter auch Auswirkungen auf den Ruf aller Reiter im Ortsteil haben könnte.

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