Am Donnerstag wird‘s laut

Warntag: In Hamm heulen wieder die Sirenen - Was Sie wissen müssen

Seit September 2018 heulen in ganz Hamm jedes halbe Jahr die Sirenen. Am Donnerstag, 11. März, ist es wieder soweit. Also: Sie wissen dann hiermit erstmal Bescheid und müssen sich nicht erschrecken. Aber wissen Sie auch, warum das alles passiert?

Hamm - Dass ein umfassender Sirenen-Warntag sinnvoll ist, hat der jüngste am 10. September 2020 eindrucksvoll gezeigt: Es klappte nämlich viel weniger als geplant, insbesondere die Warn-App „Nina“ streikte. Das hatte vor allem in den sozialen Medien Hohn und Spott zur Folge und letztlich sogar personelle Konsequenzen „ganz oben“: Den Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, Christoph Unger, kostete der Pannen-Alarm den Job.

Jetzt also auf ein Neues, natürlich auch in Hamm. Und zwar so:

  • Pünktlich um 11 Uhr sollen über die stadtweit 38 Sirenen die Signale Entwarnung (1 Minute anhaltender Dauerton), Warnung bei Gefahren (1 Minute auf- und abschwellender Heulton) und abschließend wieder für 1 Minute das Signal Entwarnung ertönen.
  • Die Warn-App „Nina“ - auf vielen Smartphones längst eingerichtet - wird sich voraussichtlich schon kurz vorher mit einem Hinweis auf den Warntag melden.
  • Zwischen den Signalen gibt es jeweils fünf Minuten Abstand.
  • Um 11.20 Uhr soll der „Spuk“ beendet sein, auch „Nina“ soll dann Entwarnung geben.

Sehr wahrscheinlich wird der Probealarm nicht überall im Stadtgebiet gleich gut zu hören sein: Wegen des kräftigen Sturmtiefs dürften die Signal „vom Winde verweht“ werden.

Der (Pannen-)Warntag am 10. September 2020 war der erste bundesweite dieser Art, zuvor hatte es bereits halbjährlich drei landesweite gegeben, die natürlich auch in Hamm stattfanden. Dass „Nina“ zuletzt versagte, war übrigens nicht die Schuld der Hammer Feuerwehr: Die App wird nämlich nicht in der Leitstelle an der Hafenstraße, sondern zentral ausgelöst.

Warntag in Hamm 2021: Warum das Ganze?

Neben der Erprobung der Warnsysteme soll durch den Warntag das „Bewusstsein der Bevölkerung zum Thema Warnung“ geweckt werden. Durch die regelmäßigen Probealarme sollen Beschallungslücken im städtischen Sirenen-Netz ausfindig gemacht und behoben werden. 

Verhalten im Ernstfall

Ruhe bewahren

Gebäude oder Wohnung aufsuchen/verlassen

Nachbarn informieren

Türen und Fenster schließen

Radio einschalten (Lokalhörfunksender, WDR 2, bei Stromausfall: Autoradio)

Notrufe (110 oder 112) nicht blockieren! Nur im Notfall anrufen

Nach Ansicht von Fachleuten sorgt die Corona-Pandemie zusätzlich für ein Bewusstsein in dieser Richtung: So habe praktische private Vorsorge für den Krisenfall auch jenseits von Toilettenpapier-Panikkäufen stark an Bedeutung gewonnen, glaubt der neue BKK-Präsident Armin Schuster.

Rubriklistenbild: © Robert Szkudlarek

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