Singen in Corona-Zeiten: Gospel-Sommersingen  der Stiftung "Creative Kirche" auf der Waldbühne

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Hamm – Auf der großen Tribüne wirkten sie zwar etwas verloren, der Gesang berührte jedoch die Seele: Rund 100 Chorsänger jeden Alters nutzten am Samstagnachmittag das Angebot des Sommersingens der Stiftung „Creative Kirche“ auf der sonst 1 700 Besucher fassenden Tribüne der Waldbühne. 

Die Teilnehmer jeden Alters genossen es, in Corona-Zeiten endlich einmal wieder singen zu können. Die international erfahrene Gospel-Coachin Miriam Schäfer leitete diesen bunten Chor, begleitet von Pianist Timo Böcking. Beide befanden sich, im angemessenen Abstand, in einem Pavillon vor der Bühne. 

Teilnehmer kommen von weit her

Nach kurzer Begrüßung stimmten die Sänger in ein gemeinsames „Oh Happy Day“ ein – das war gelebte Realität: Die Chorsänger waren so begierig auf das gemeinsame Tun, dass sie teilweise weite Wege in Kauf nahmen. Aus Minden, Bocholt, Bochum, Gelsenkirchen, Herdecke, Deidesheim bei Heidelberg, Hagen, Siegburg, St. Augustin, Hannover und Frankfurt/Main waren die Sänger angereist. Neben bekannten Klassikern wurden individuell komponierte Stücke einstudiert. 

Eines dieser Lieder, das besonders gut ankam, war das von Schäfer eigens für die Corona-Zeit komponierte „Hope for tomorrow“. Die Idee zu den „Sommersingen“ kam von Matthias Kleiböhmer. Der Hammer, der auch Musik für die Aufführungen der Waldbühne komponiert, ist bei der Stiftung Creative Kirche beschäftigt. „Unsere Stiftung veranstaltet immer wieder riesige Mitsing-Konzerte für Chöre, zuletzt das Martin-Luther-King-Musical. Dann saßen wir in diesem Frühjahr da und waren durch Corona ausgebremst“, erklärte Kleiböhmer am Rand der Probe. 

Besondere Akustik in der Waldbühne

Schließlich sei die Idee zu dem Sommersingen aufgekommen und für ihn war klar, dass diese Veranstaltung zunächst nur auf der Waldbühne Heessen stattfinden könne: „Die besondere Architektur der Tribüne verbindet Akustik, frische Luft, Regenschutz und die entsprechende Größe, um den Mindestabstand von drei Metern beim Singen stets einzuhalten“, so Kleiböhmer. Schnell lagen für die insgesamt vier vierstündigen Workshops rund 300 Anmeldungen vor. In Corona Zeiten sei es nicht einfach, eine Sing-Veranstaltung durchzuführen, so Kleiböhmer. Doch Chorsänger verfügten über eine tolle Eigenschaft, die solche Veranstaltungen ermöglichten: Sie seien durchweg sehr diszipliniert, berichtet Kleiböhmer. Der Versuch in Hamm sei gelungen, resümierte er abschließend

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Gemeinsames Singen unter Corona Bedingungen auf der Tribüne der Waldbühne

Gemeinsames Singen unter Corona Bedingungen auf der Tribüne der Waldbühne

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