Sind kaum Hammer Wohnungen marode? Weniger Einsätze wegen Schimmel und Co.

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Dass die Wohnungsaufsicht in Hamm immer seltener einschreitet, führt die Verwaltung auch darauf zurück, dass es problematische Immobilien nicht mehr am Markt sind. Hier: Vorbereitung des Abbruchs der Häuser an der Waldenburger Straße, in denen Asbest verbaut war.

In Hamm haben sich im vergangenen Jahr deutlich weniger Mieter Hilfe geholt, weil ihr Vermieter die Wohnung verwahrlosen ließ. In lediglich 19 Fällen zogen Hammer Mieter die Mitarbeiter der Wohnungsaufsicht der Stadt zu Rate.

Mieter können die Wohnungsaufsicht einschalten, wenn es in der Wohnung schimmelt, die Heizung ausfällt, die Stromversorgung nicht funktioniert oder Ähnliches. Die Mitarbeiter der Wohnungsaufsicht können dann die Wohnung besuchen und prüfen, ob und welcher Schaden vorliegt.  Sie können den Vermieter dazu auffordern, gegen die Probleme anzugehen – tut er das nicht, können sie Zwangsgeld verhängen.

Das Gesetz zur Wohnungsaufsicht gilt seit 2014. Es soll Mieter schützen. Die Zahl der Einsätze lag 2016 am höchsten: bei 48. Danach sank sie:

  • 2017: 37 Fälle
  • 2018: 27 Fälle
  • 2019: 19 Fälle.

Die Stadtverwaltung führt den Rückgang darauf zurück, dass das Wohnungsaufsichtsgesetz in Hamm konsequent angewendet werde. Deshalb ließen es Vermieter nicht mehr so oft zu einem Verfahren kommen.

„Dazu kommt, dass Problemimmobilien wie zum Beispiel die Heessener Straße und die Waldenburger Straße vom Markt genommen wurden“, erklärt ein Stadtsprecher.

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Große Unterschiede zwischen den Städten

Das Landesbauministerium hatte jüngst mitgeteilt, dass es 2018 landesweit etwa 3300 Fälle gegeben hatte. Das sind etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Unterschiede zwischen den Kommunen waren groß. Am häufigsten war die Verwaltung wegen verwahrloster Gebäude in Duisburg im Einsatz, dort gab es knapp 600 Fälle. Es gab aber auch zahlreiche Städte und Gemeinden, deren Wohnungsaufsicht überhaupt nicht eingeschaltet wurde.

Hier gibt's Hilfe für Mieter

Zuständig für die Einhaltung des Wohnungsaufsichtsgesetzes sind bei der Verwaltung Frau Willmann (Telefon 17 80 23) und Herr Rother (17 80 31).

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