Pädophiler Hammer muss ins Gefängnis

Hammer Sextäter macht sich "raffiniert" an 13 Jungs heran

Hamm - Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Besitzes von Kinderpornographie hat das Dortmunder Landgericht einen Hammer zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Wegen seiner schweren sexuellen Störung muss der 47-jährige diese Haftstrafe in Form einer Therapie in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik abbüßen. Vermutlich wartet auf ihn, so der Vorsitzende Richter Ulf Pennig, hier ein mehrjähriger Therapieaufenthalt. Der verurteilte Mann ist seit seiner Jugend pädophil, hat den letztlich nicht heilbaren sexuellen Drang zu kindlichen Jungen im Alter von rund neun bis zwölf Jahren.

Im Tatzeitraum hatte sich der einschlägig vorbestrafte Angeklagte „raffiniert und mit erheblicher krimineller Energie“ in sozialen Netzwerken an 13 kindliche Opfer heran gemacht. Die Jungen waren zwischen 9 und 13 Jahre alt. Zu persönlichen Kontakten in seiner damaligen Wohnung an der Tilsiter Straße kam es nur im Einzelfall, aber es gelang dem Sextäter immer wieder, die Kinder zu Nacktfotos zu überreden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung im Oktober vergangenen Jahres stellte die Fahnder zudem Unmengen an kinderpornographischen Aufnahmen sicher.

Der Hammer wünschte sich im Prozess selbst die Langzeittherapie in einer geschlossenen Klinik. Er hat bereits mehrere ambulante Behandlungen erfolglos abgebrochen, wurde in einem polizeilichen Präventionsprogramm wiederholt rückfällig und stand letztlich erfolglos unter Führungsaufsicht.

Von seiner verbotenen sexuellen Neigung war er immer wieder „getrieben und gesteuert, so der Vorsitzende Richter Pennig in seiner Urteilsbegründung. Angesichts dieses suchthaften Verhaltens wurde dem Wiederholungstäter für seine Taten verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt.

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