Mit Grundwert der Menschenwürde nicht vereinbar"

Sexistische Werbung soll von Hammer Straßen verschwinden

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Proteste wie jetzt in Hamm gab es in Deutschland auch vorher schon. Dieses Bild entstand im September 2013 bei einer Aktion in Berlin.

Hamm – Die Wählergruppe Pro Hamm fordert ein Verbot sexistischer Werbung im öffentlichen Raum. Damit steht sie nicht allein da.

Mit einem Antrag will sie bewirken, dass die Verträge zur Vergabe öffentlicher Werbeplätze an die privaten Anbieter um den Zusatz ergänzt werden, dass solche Form von Werbung zukünftig nicht mehr gestattet ist.

„Wenn Personen auf ihre Sexualität reduziert und ihre sexuelle Verfügbarkeit zur Schau gestellt wird, ist das mit dem Grundwert der Menschenwürde nicht vereinbar“, sagt Ratsfrau Nurcan Varol. „So halten wir es für unerträglich, dass auf Werbeflächen in Hamm Frauen zu Sexobjekten herabgestuft werden. Eine solche Werbung ist herabwürdigend.“

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Hammer Jusos mit ähnlichem Vorstoß

Schon im März starteten die Jusos Hamm eine ähnlichen Initiative – bislang ohne Erfolg. Der Aufforderung, in den Verträgen zur Vergabe öffentlicher Werbeflächen einen Passus zu ergänzen, der sexistische Werbung verbietet, kam die Stadt nicht nach.

„Wir bringen deshalb als nächstes einen Antrag auf unserem Parteitag in einigen Wochen ein“, kündigt der Hammer Juso-Vorsitzende Joshua Zobel an.

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