Vor Gericht

Für viele Taten verantwortlich: Serien-Einbrecher aus Hamm muss ins Gefängnis

Der 43-Jährige soll nun auch eine Drogentherapie machen.
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Der 43-Jährige soll nun auch eine Drogentherapie machen.

Für drei Jahre muss ein 43-jähriger Mann aus Hamm in Haft. Er hat gewerbsmäßig Diebstähle begangen, um seine Drogenabhängigkeit zu finanzieren.

Hamm - Für den Angeklagten kann die Zeit im Gefängnis eine Chance sein. Das Urteil vor dem Amtsgericht Hamm erging wegen Diebstahls in 18 Fällen und wegen versuchten Diebstahls in acht Fällen. Drei Vorwürfe wurden eingestellt. Der Angeklagte hat die Taten, soweit er sich daran erinnern konnte, eingeräumt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Verteidigung hatte auf kein konkretes Strafmaß plädiert, wohl aber auf ein „mildes“ Urteil. Die gebildete Gesamtstrafe bewegt sich im üblichen Rahmen. Der Mann ist massiv drogenabhängig. In der Haft wird es jetzt für ihn auch darum gehen, einen Therapieplatz zu finden. Denn bis auf Entgiftungen hat eine Therapie bislang nicht stattgefunden.

Lange Liste an Einbruchsorten - mehrere Tausend Euro Schaden

Strafrechtlich war der Mann bereits erheblich in Erscheinung getreten. Der Haftbefehl wurde aufrecht erhalten. Dieser war am 10. Mai 2021 erlassen worden, tags darauf war der Mann, der keinen festen Wohnsitz und wechselnde Schlafplätze hatte, von der Polizei aufgegriffen und in Untersuchungshaft gebracht worden. Bei Einbrüchen unter anderem in Privaträume, Büros, Umkleiden von Krankenhäusern, Kitas, Gartenhäuser oder Hotels hatte der 43-Jährige Gegenstände im Wert von mehreren Tausend Euro erbeutet.

Alles, was sich zu Geld machen ließ, nahm der Mann auf seinen Beutezügen mit: Kameras und Zubehör, Werkzeug, Handys, Laptops, Schuhe oder Spirituosen. Mit der Haft ist der Angeklagte jetzt erstmal aus dem Verkehr gezogen, doch nun geht es um einen Therapieplatz, Substitution und entscheidende Zukunftsfragen. Der Mann hat einen Hauptschulabschluss, eine Ausbildung begonnen, aber nicht abgeschlossen.

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